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Zu Nietzsches Wahrheitsbegriff

Zu Nietzsches Wahrheitsbegriff

von Christian Hense
Softcover - 9783656106791
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Universität Leipzig (Philosophie), Veranstaltung: Nietzsches "Menschliches, Allzumenschliches", Sprache: Deutsch, Abstract: Darlegung des Wahrheitsbegriffes Nietzsches.

Friedrich Nietzsches philosophisches Werk wurde Zeit seines Lebens, vor allem aber auch

nach Ende seiner philosophischen Schaffenskraft, äußerst umfassend und vor allem sehr

kontrovers diskutiert. Dabei hält sich die allgemeine Auffassung, dass sein Denken etwas

Extremes darstellt. Bei der Beschäftigung mit den Aphorismen Nietzsches fällt auf, dass es

sich dabei wahrlich um etwas Besonderes im Bereich der Philosophie handelt. Ausdrücke wie

Antiphilosoph oder Antichrist tauchen des Öfteren bei der Beschäftigung mit der Literatur

seiner Kritiker, Befürworter und Anhänger und auch in seinen eigenen Schriften auf. Die

Meinungen und Kritiken zu seinen Ansichten, Theorien und Schriften sind weit gestreut und

variieren in einem Paradigma von absolutem Unverständnis bis hin zu absoluter Zustimmung.

Er stellte die Philosophie ¿auf den Kopf¿ und konstruierte mit seinem Gesamtwerk etwas

Einzigartiges, scheute sich dabei auch nicht, die frühen griechischen Philosophen wie

Aristoteles zu kritisieren bzw. ihre grundlegenden Ansätze genauestens zu hinterfragen und

Gegenpositionen aufzustellen. Ausgehend von Schopenhauer und Wagner, den

entscheidenden Einflüssen seiner Anfangszeit, entwickelte er eine eigene Philosophie, die von

der Loslösung von bis dahin fest gedachten Begriffen und Konzepten gezeichnet war. Für

eine sinnvolle und vollständige kritische Betrachtung seiner Arbeiten ist eben aufgrund dieser

Abkehr von den Dogmen und Lehrsätzen in den Anfängen der Philosophie ein ganzes

Studium notwendig, wenn es denn überhaupt möglich sein sollte, Nietzsche so zu begreifen,

wie er es selbst tat. Es soll hier daher ein Aspekt seines Denkens betrachtet werden, der

Aufschluss darüber geben kann, wie es möglich war und ist, die Philosophie bis in die

Grundpfeiler zu verändern bzw. etwas völlig Neues, bis dahin nicht Vorstellbares zu

konstruieren und auch begründen zu können. Die Rede ist demnach von Nietzsches

Auffassung der Wahrheit, seiner Abkehr von den einzelnen objektiven Wahrheiten und seiner

Bestimmung eines neuen allgemeinen Wahrheitsbegriffes, der systematisch aus seiner

Metaphysikkritik wächst und durchaus notwendig ist, um zum Beispiel das Konzept des

semantischen Nihilismus sinnvoll nachvollziehen zu können. Nietzsche selbst sah diese

Neubetrachtung des Konzeptes der Wahrheit als eine seiner Hauptaufgaben an.[...]

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 04. Februar 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 51 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656106791
Auflage 2. Auflage
Seiten 24

Schlagwörter