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Beschreibung
Die Rede über Vulnerabilität hat Hochkonjunktur. Vulnerabilität ist zu einem allgemein anerkannten Marker für Menschen, Gruppen oder ganze Gesellschaften geworden, die gefährdet erscheinen und daher besonderen Schutz verdienen. Das Spektrum reicht von gesundheits-, über klima-, bis hin zu sicherheitspolitischen Debatten. Gleichzeitig ist der gesellschaftliche Diskurs alles andere als unbedenklich oder frei von Ressentiments, handelt es sich bei Vulnerabilität doch um einen dichten, normativ grundierten und politisch salienten Begriff. Die Zuschreibung von Vulnerabilität ist oftmals wertend und geht mit politischen Ansprüchen oder Interessen einher. Ausschlaggebend für den Umgang mit Vulnerabilität wird deshalb, wer die Wertungs- bzw. Deutungshoheit besitzt. Zudem ist umstritten, was genau Vulnerabilität bedeutet und welche Konsequenzen sich daraus ergeben sollten. Die Rede über Vulnerabilität kann Inklusion und Ermächtigung fördern, aber auch als Herrschaftsinstrument dienen. Diese wachsende Aufmerksamkeit für Vulnerabilität hat in einigen Disziplinen (z.B. die Medizin/Public Health, Pädagogik, feministische Forschungen) zunehmend fundiertere Begrifflichkeiten und hohe Argumentationsniveaus hervorgebracht, die ihrerseits wiederum in verschiedenen historischen Strängen begründet sind.
Der Band versteht sich als Sammlung zentraler Primärtexte, die in den verschiedenen Debatten als wichtige Bezugspunkte gelten. Für Studierende unterschiedlichster Fächer, aber auch Interessierte aus gesellschaftlichen Diskursen ist dieser Band eine exzellente Einführung in das Themenfeld entlang der zentralen Texte, die mit kurzen themenspezifischen Kommentierungen verstehen werden.
Grundlagentexte für Studium und Forschung
Details
| Verlag | De Gruyter |
| Ersterscheinung | 02. November 2026 |
| Maße | 24 cm x 16 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783111659114 |
| Seiten | 290 |