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Vorstellungen von Europa nach dem Ende des Ersten Weltkrieges

Vorstellungen von Europa nach dem Ende des Ersten Weltkrieges

von Jerome Zackell
Softcover - 9783656240198
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Beschreibung

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, Note: 2,2, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Philosophische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung

Im Februar 2011 sprach der Präsident der Europäischen

Zentralbank, Jean-Claude Trichet, mit der deutschen

Wochenzeitung ¿Die Zeit¿ über die Krise des Euro. Doch bei dem

Gespräch ging es auch um Grundsätzliches: Wohin führt der

weitere Weg der Europäischen Union?

ZEIT: Am Ende steht der europäische Superstaat?

Trichet: Die Völker Europas werden entscheiden, welchen

Weg sie im Hinblick auf den politischen und institutionellen

Rahmen gehen wollen. Sie werden entscheiden, ob ein

vollständiger Zusammenschluss, die Vereinigten Staaten

von Europa, stattfinden wird oder nicht. Davon sind wir

jedoch bislang noch weit entfernt.

ZEIT: Für Sie persönlich geht das nicht schnell genug,

oder?

Trichet: Ich spreche jetzt als Bürger Europas und nicht als

Präsident der Europäischen Zentralbank. Ich bin davon

überzeugt, dass wir weiter gehen sollten als geplant. (...)1

Heute, im Jahr 2011, ist Europa ein wirtschaftlich so verbundenes

Geflecht, dass eine Rückkehr zum Kontinent der Einzelstaaten

undenkbar ist. Gerade in der Vertrauenskrise des Euro zeigte sich,

wie viel der Politik und der Wirtschaft der gemeinsame Markt wert

ist. Doch nach wie vor bedeutet jeder weitere Schritt hin zu mehr

Europa ein zähes Ringen um Inhalte und Kompetenzen. Die

¿Vereinigten Staaten von Europä sind in Teilen zwar schon

Realität, klingen aber wie eine märchenhafte Zukunftsvision. Dies

liegt auch daran, dass der starke Begriff ¿Vereinigt¿ mit den

Vereinigten Staaten von Amerika ein so dominantes Vorbild hat.

Jeder Schritt der in Europa getan wird, muss dem Vergleich

standhalten. Dazu kommt ein Wandel der Denkmuster. Denn in

Zeiten, in denen die Gesellschaften Europas2 die Individualität als

höchstes Gut des Menschen betrachten, haben es Ideen, welche

Kompromisse enthalten, schwer.

Wenig anders stellte sich die Situation nach dem Ersten Weltkrieg

in Europa dar. Der Nationalismus hatte den Krieg überdauert und

vergiftete die Beziehungen zwischen den Staaten weiterhin. Doch

es gab Bestrebungen von nicht-staatlicher und auch von staatlicher

Seite aus, ein Raum des Friedens und Ausgleiches in Europa zu

schaffen. Wer waren die Akteure dieses Traumes und warum

setzten sie sich nicht durch? Im Rahmen der vorliegenden Arbeit

soll insbesondere auf die ¿Paneuropa-Idee¿ von Richard Nikolaus

Coudenhove-Kalergi und den ¿Briand-Plan¿ von Aristide Briand

eingegangen werden...

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 22. Juli 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.4 cm
Gewicht 73 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656240198
Auflage 3. Auflage
Seiten 40

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