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Virtueller Krieg - Kann die Umkehrung des Opferverhältnisses als Konsequenz des virtuellen Krieges interpretiert werden?

Virtueller Krieg - Kann die Umkehrung des Opferverhältnisses als Konsequenz des virtuellen Krieges interpretiert werden?

von Nina Eger
Softcover - 9783640192670
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Institut für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Einführung in die politische Theorie- und Ideengeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Krachend schlägt eine Handgranate ein, die israelischen Soldaten hinter den Barrikaden

ihres Militärpostens sterben mit einem tiefen ¿Ah¿, und der Spieler erreicht eine

neue Runde.¿ So beginnt ¿Under Siege¿ das neue Computerspiel der Softwarefirma

Afkar Media, das sich den ¿Befreiungskampf des palästinensischen Volkes¿ zum

Thema macht. Kriegscomputerspiele, mit denen man den Krieg virtuell von zuhause

aus ¿erleben¿ kann und in denen man Punkte für das Töten von Menschen bekommt,

erleben zurzeit einen regelrechten Boom. So scheint es nicht verwunderlich, wenn

mit dem Begriff ¿Virtueller Krieg¿ oft Computerspiele assoziiert werden.

Der Begriff des virtuellen Krieges steht in der Politik natürlich nicht für Computerspiele,

sondern vielmehr für eine neue Art der Kriegsführung. Und doch scheinen beide,

der politische und der computerspielerische Begriff des virtuellen Krieges einiges

gemeinsam zu haben. Zum einen wird der Krieg in den Computerspielen wie auch in

der Wirklichkeit oft nur noch virtuell erlebt und zum anderen scheint er die Hemmgrenze

zum Töten von Nonkombattanten gesenkt zu haben.

Herfried Münkler fasst letztere Entwicklung wie folgt zusammen:

¿In den bis Anfang des 20. Jahrhunderts geführten Kriegen gehörten etwa 90 Prozent der

Gefallenen und Verwundeten zu den Kombattanten [¿], in den neuen Kriegen am Ende des

20. Jahrhunderts ist die Opferbilanz ziemlich genau ins Gegenteil verkehrt: Bei etwa 80 Prozent

der Getöteten und Verletzten handelt es sich um Zivilisten und nur bei den restlichen

20 Prozent um Soldaten, die bei Kampfhandlungen zu Schaden kommen.¿

In dieser Arbeit soll deshalb der Frage nachgegangen werden, ob die Umkehrung

des Opferverhältnisses als Konsequenz des virtuellen Krieges interpretiert werden

kann. Um diese Frage zu beantworten, soll zunächst der klassische Krieg und die

drei Entwicklungen, die zu seinem Bedeutungsverlust beitrugen sowie das Charakteristische

der neuen Kriege, kurz dargestellt werden. Im Anschluss wird der virtuelle

Krieg mit seinen Kennzeichen und Zielen erläutert. Danach werden die Opferbilanzen

beider Kriegsformen sowie drei Erklärungsansätze für die Umkehrung des Opferverhältnisses dargestellt. Im letzten Punkt soll dann mit einem Resümee die Fragestellung

beantwortet werden.

[...]

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 24. Oktober 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 45 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640192670
Auflage 4. Auflage
Seiten 20

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