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Beschreibung
Das Buch unternimmt den Versuch, auf vier Feldern ein durchgängiges Thema der metaphysisch-theologischen Synthese des Thomas von Aquin nachzudenken. Ihnen gemeinsam ist die doppelte Aufmerksamkeit, die Thomas vom Beginn seines Schaffens an auf die Verzahnung von Größe und Grenze des menschlichen Geistes richtete. Den Ausdruck ‚obscura refulgentia divinae cognitionis‘ hat Thomas in seinem Kommentar zu Hiob geprägt, um das philosophische und theologische Ideal dieser programmatischen Verzahnung zu benennen. ‚Vergessen‘ ist für Thomas nicht nur eine Schwäche des Geistes, sondern in der Transformation gelingender Erinnerung und neuer Synthese auch die Bedingung einer möglichen Vertiefung und Entwicklung des bisher Gedachten. So wird die Erinnerung an den nicht-göttlichen, formalen Gegenstand thomistischer Metaphysik durch die Verzahnung menschlicher und kosmischer Endlichkeit als zweifacher ‚Abyssus‘ erkannt. Diese beiden Orte erfahrener Endlichkeit werden heute wie schon in der Antike mit der schillernden Erfahrung von ‚Erhabenheit‘ in Verbindung gebracht. Eine erneuerte Metaphysik der ‚erhabenen‘ Schöpfung bietet gegenwärtig eine wichtige und belastbare Ergänzung der ‚instrumentellen Vernunft‘ der Nachhaltigkeit – mit dem Ziel einer neuen Hochschätzung der Schöpfung. Metaphysik dient hier als Protreptik zur Wiederholung kosmischen Staunens.
Zur ‚obscura refulgentia‘ in der metaphysisch-theologischen Synthese des Thomas von Aquin
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 01. September 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783658524562 |