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Unterrichtsstunde: Das dritte Gebot und seine heutige Bedeutung

Unterrichtsstunde: Das dritte Gebot und seine heutige Bedeutung

von Doreen Oelmann
Softcover - 9783640190577
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Beschreibung

Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Didaktik - Theologie, Religionspädagogik, Staatliches Seminar für das Lehramt an Mittelschulen Leipzig, Veranstaltung: Religionsdidaktik, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿Sonntag¿ leitet sich vom lateinischen Wort ¿solis¿ ab und bedeutet ¿Tag der Sonne¿.

So war es in der römischen Zeit üblich gewesen, dass die einzelnen Wochentage

nach den Planeten benannt wurden.

Die gottesdienstlichen Versammlungen der ersten Christen hatten zunächst am

jüdischen Ruhetag, dem Sabbat, stattgefunden. Doch schon bald löste der Sonntag

den Sabbat des jüdischen Kalenders ab und übernahm von ihm das Gebot der

Arbeitsruhe (Ex 20,9-10). Um sich endgültig vom Judentum abzugrenzen, verlegte

man schließlich den Sonntag auf den ersten Tag der jüdischen Woche. An diesem

Tag (dem Tag nach dem Sabbat) erfolgte nach christlicher Überlieferung die Auferstehung

Christi. Der Tag der Auferstehung wurde zum Herrentag. Er war der

Tag des Herrenmahles, mit dem der Gottesdienst stets verbunden war. Im Neuen

Testament gibt es jedoch kein eindeutiges Sonntagsgebot. So sind Christen nach

den Briefen an die Galater, Römer und Kolosser grundsätzlich frei davon gewisse

Tage einzuhalten. Jedoch wird deutlich, dass der 1. Tag der Woche eine Besonderheit

darstellte (So z.B. das Brotbrechen, die Geldsammlung in der Apostelgeschichte

bzw. bei den Korinthern).

Vom römischen Kaiser Konstantin I wurde der Sonntag im Jahr 321 n. Chr. zum

Ruhetag bestimmt, der vor allem dem Dienst an Gott gewidmet war. So sollten

auch die christlichen Sklaven und Soldaten ungehindert in die Gottesdienste und

christlichen Versammlungen gehen können. Der dem Herrn geweihte Sonntag

durfte nicht irdischen Dingen gewidmet sein. Somit verdanken wir den Sonntag

dem jüdischen bzw. christlichen Glauben.

In den folgenden Jahrhunderten kam es zu zahlreichen kirchlichen und bürgerlichen

Gesetzen, die die Einhaltung der Sonntagsruhe sicherstellen sollten. Wer

diese Regeln verletzte, musste mit Strafe rechnen.

Heute ist der Sonntag durch Artikel 140 des Grundgesetzes geschützt. Trotzdem

drohen dem Sonntag Gefahren durch zunehmende Säkularisierung und die Veränderungen

der Arbeitszeiten in vielen Bereichen der Gesellschaft. So zerstören

z.B. gleitende Arbeitszeiten, mit beliebigen freien Tagen, die traditionelle Kultur

und zerstören den Rhythmus von Arbeit und Ruhe. Weiterhin werden die Feiertage

nicht mehr ¿heilig¿ verbracht. Sie werden vor allem durch Medien bestimmt. Die

Inhalte der Festtage sind zum Teil vergessen worden, die Hauptsache ist, dass

man frei hat.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 20. Oktober 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640190577
Auflage 2. Auflage
Seiten 28