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Über die Schwierigkeit des Umgangs mit Emotionen im Beratungskontext

Über die Schwierigkeit des Umgangs mit Emotionen im Beratungskontext

von Christoph Ehrlich
Softcover - 9783656568483
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Beschreibung

Magisterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Psychologie, Note: 1,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel, Sprache: Deutsch, Abstract: Fehr/Russell brachten es mit ihren zusammenfassenden Worten auf den Punkt:

¿Jeder weiß, was eine Emotion ist, bis er gebeten wird, eine Definition zu geben.¿

Jeder hat Erfahrungen im Umgang mit ihnen gemacht, jeder kann einzelne

Emotionen voneinander unterscheiden, jeder sagt für sich selbst, welche

Emotionen er lieber wahrnehmen möchte als andere.

Doch kann auch gesagt werden: Jeder hat lediglich eine Ahnung von einer

Emotion, weil diese sich nicht unbedingt immer zu selben Gegebenheiten äußern

oder sich gar auf dieselbe Art darstellen muss. Jeder hat Erfahrungen mit ihnen

gemacht, aber jede Erfahrung, selbst wenn sie bei mehreren Menschen die

gleiche ist, wirkt sich anders auf jedes einzelne Individuum aus. Jeder sagt sich

zwar vielleicht, welche Emotionen er lieber zulässt als andere, aber es ist nicht

gesagt, ob diesem stets die Emotion bewusst ist, ferner sie vorhanden ist.

¿Jeder weiß, was eine Emotion ist, bis er gebeten wird, eine Definition zu geben.¿

Hier stellen sich zunächst zwei Problematiken ein: Zum einen hat die befragte

Person tatsächlich Schwierigkeiten, eine Definition von Emotionen zu geben,

oder aber es werden zum anderen mehrere Individuen gefragt, und es ergeben

sich unterschiedlichste Antworten, die sich vielleicht ähneln oder teilweise

übereinstimmen, jedoch nicht deckungsgleich sind.

Fragt man eine Frau ¿Was ist Liebe?¿, könnte sie antworten, dass Liebe eine

Zuneigung zu einem anderen Menschen ist, die auf Vertrauen, gegenseitiger

Rücksichtnahme und Herzklopfen basiert. Ein Mann könnte antworten, Liebe sei das Gefühl, wenn die geliebte Person, sobald sie erblickt wird, und sei es noch so

dunkel, im hellsten Licht erstrahlt. Es wird keiner abstreiten können, dass beide

Antworten nicht nur klar sind, sondern auch richtig. Wenn wir als

¿Außenstehende¿ beide Antworten als richtig oder wahr betrachten, liegt doch

die Vermutung nahe, dass zum Beispiel die befragte Frau auch den Hinweis des

¿Erstrahlens¿ hätte geben müssen. Wieso hat sie es nicht erwähnt: Hat sie es

vergessen? Sieht diese Frau es nicht so wie wir? Empfindet die Frau etwa anders

oder gar falsch?

Diese Fragen entziehen sich jedoch jeglicher Berechtigung, da zunächst einmal

schon folgende Frage an sich selbst gestellt werden muss: Sehe ich es tatsächlich

kumulativ wie die befragten Personen? Also, stimmen wirklich beide Aussagen

mit meinen Gefühlen überein? [...]

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 14. Februar 2014
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.9 cm
Gewicht 191 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656568483
Auflage 1. Auflage
Seiten 124