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Beschreibung
In seiner gedankenreichen Einleitung schildert der Ethnopsychoanalytiker Mario Erdheim die zeitgeschichtlichen und biographischen Umstände, unter denen ›Totem und Tabu‹ entstanden ist, und skizziert die Rezeption des Buches sowie die fundamentale Kritik, die aus den Reihen der Kulturanthropologen an ihm geübt wurde. Aber anstatt das Buch als überholt zu verwerfen, regt Erdheim den Leser zu einer gänzlich neuen - »ent-exotisierenden« - Lektüre an: Freuds Pionierleistung bestehe nicht allein darin, dem von ihm entdeckten Unbewußten erstmals in kulturellen und gesellschaftlichen Strukturen nachgespürt zu haben - ›Totem und Tabu‹, aus einem modernen Blickwinkel gelesen, werfe vielmehr auch helles Licht auf die Entstehung von Institutionen in der Gegenwart, auf Gewalt, Herrschaft, Rebellion in unserer eigenen Gesellschaft, sogar auf die Art und Weise des nachträglichen Umgangs mit den Verbrechen des Nationalsozialismus. »Nicht von den Wilden dort, sondern von den Wilden hier ... handelt die Geschichte.« Warnhinweis bzgl. Taschenbuch: nicht erforderlich.
Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker
Details
| Verlag | FISCHER Taschenbuch |
| Ersterscheinung | 01. Juli 1991 |
| Maße | 19 cm x 12.5 cm |
| Gewicht | 254 Gramm |
| Format | Taschenbuch |
| ISBN-13 | 9783596104512 |
| Auflage | 12. Auflage |
| Seiten | 228 |