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Beschreibung
Die Avantgarde ist nicht tot – sie hat nur die Seiten gewechselt. Wo früher der Bruch mit der Konvention stand, regiert heute der gesamtgesellschaftliche Imperativ des Neuen und Kreativen. Der zweite Band der „Theorien der Avantgarde“ fängt diese Dynamik ein und wechselt von der kunst- zur kultursoziologischen Perspektive. Ausgehend von der Prämisse, dass die Avantgarde die Grenzen der Institution Kunst verlassen und von der Provokation zur Norm der spätmodernen Gesellschaft avancieren konnte, schlägt er die Brücke von der Kunsttheorie zur Gegenwartsdiagnose und zeigt entlang der Achse von Daniel Bell bis Andreas Reckwitz, wie das ästhetische Prinzip der Avantgarde zum ultimativen Motor von Ökonomie und Kultur avancierte. Das Ergebnis ist eine krisengeschüttelte Gesellschaft, die sich mit dem Prinzip des Avantgardismus auch dessen Aporien einhandelte.
Bell, Schulze, Boltanski/Chiapello, Reckwitz
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 19. August 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783658522988 |
| Seiten | 203 |