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Theatrale Übergangsräume

Theatrale Übergangsräume

von Annett Lang
Softcover - 9783656583493
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Beschreibung

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Theaterwissenschaft, Tanz, Note: 1,3, Justus-Liebig-Universität Gießen (Institut für Angewandte Theaterwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Theaterraum ist per se ein vielgestaltiger. Das zeigt sich an der Vielzahl möglicher

Spielorte genauso wie in der einzelnen Aufführungssituation, wo sich der Ort, den wir

als Zuschauer im Blick haben, an einem Abend mehrfach verwandeln kann. Es zeigt

sich umgekehrt aber auch, indem wir uns gewahr werden, dass sich unser Ort ¿ jener

der Zuschauenden also ¿ gewandelt hat: Sei es, weil wir, der Aufführung folgend,

entweder den Platz gewechselt haben, oder aber vorübergehend selber zu einem andern

geworden sind1. Manchmal bewegt man sich im Geiste irgendwohin. Manchmal wissen

gar nicht alle Beteiligten, dass sie gerade ein Stück aufführen. Und manchmal ist es

ziemlich schwierig zu entscheiden, ob das Wahrgenommene als Teil der Aufführung gedacht

ist, oder ob es sich durch die eigene Vorstellung in die Aufführung hereingeschlichen

hat. Der Ort für das Theater kann ein monumentales Gebäude sein, über dessen

Eingang ein eingemeißelter Vers von küssenden Musen berichtet2 und ist gleichzeitig so

flüchtig, dass er mit dem Ende der Aufführung bereits wieder verschwunden ist.

Über ein Vorhandenes zu schreiben, das doch permanent entwischt, ist nicht einfach.

Ich habe oben versucht, das ¿Haptische¿ und das Flüchtige, zwei wesentliche Aspekte

des Theatralen, einander gegenüberzustellen: Das Theater als Begriff hat eine materielle

und eine ideelle Seite: Wir verstehen unter ¿Theater¿ den Bau, den Spielort, aber auch

einen theatralen Vorgang, eine Aufführung. Die vorliegende Arbeit fragt nach Bedingungen

der Möglichkeit theatraler Raumkonstitution. Es ist dabei von zentralem Interesse,

zu untersuchen, ob und wie ein ¿wirklicher Ort¿3 (um mit Foucault zu sprechen) und

der ¿Möglichkeitsraum¿4 (um Winnicott dazuzunehmen) im Zusammenspiel diesen

Raum konstituieren. Das Theater vereint in sich, oder besser: verhandelt konstant die

vielfältigsten raumzeitlichen Grenzziehungsvorgänge und Rahmensetzungen: Zum

einen muss Theater, um wahrgenommen werden zu können, sich in irgendeiner Weise

vom Umraum abheben. Zum anderen gibt es mehr oder weniger stabile Grenzen zwischen

dem Raum für die Zuschauer und jenem für die Akteure. Es gibt individuelle Liminalitätserfahrungen5 und kollektive Transformationsvorgänge, die ebenso mit Grenzen bzw. deren Überschreitung zu tun haben wie der Schritt in den abgedunkelten

Black Box, White Cube und Stadtraum als Orte der Aufführung

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 17. Februar 2014
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.5 cm
Gewicht 96 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656583493
Auflage 1. Auflage
Seiten 56

Schlagwörter

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