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Soziologische Fragen zum Göbekli Tepe

Soziologische Fragen zum Göbekli Tepe

von Lars Hennings
Softcover - 9783656261193
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Beschreibung

Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, , Sprache: Deutsch, Abstract: Der vor fast 12.000 Jahren gebaute Kultbau am Göbekli Tepe in der südöstlichen

Türkei nahe Urfa/ Sangl¿urfa wird in meinem Buch ¿Marx, Engels und die Teilung der

Arbeit, Materialien zur Gesellschaftstheorie und Geschichte, 10. Ausgabe¿ als Exkurs

behandelt; den gebe ich hier wieder. Marx und Engels stellten 1845 ein soziologisches

Modell der sozialen Evolution vor. Darin werden auch die urgeschichtliche

Entwicklung des Menschen und später auch die der Familienformen thematisiert.

Bekannt ist in diesem Zusammenhang der Begriff des Urkommunismus als frühe

Lebensform, in der es jedenfalls noch keine Herrschaft geben konnte, sonst wäre es

kein Kommunismus. Auf Marx und Engels wird hier aber nur beiläufig eingegangen.

Eher stellt sich die Frage, wie weit der Blick auf rezente Urvölker weiterführt, um

historische Gemeinschaften zu erkennen, die Ende des 19. und Anfang des 20.

Jahrhunderts untersucht wurden. Und es gilt, die Entstehung des Denkens in Onto- und

Phylogenese zu berücksichtigen.

Beim Bekanntwerden der Funde am Göbekli Tepe durch die Arbeit Klaus Schmidts

¿Sie bauten die ersten Tempel...¿ (2008) ergab sich die mutmaßliche Existenz einer bis

dahin nicht gesehenen menschlichen Epoche, in der offenbar nicht-seßhafte Gruppen,

SammlerInnen und Jäger, einen riesigen Kultbau errichten konnten ¿ wenn nicht

Seßhaftigkeit schon früher entstand als heute angenommen wird.

Der Kultbau am Göbekli Tepe besteht aus einer Reihe von Steinkreisen mit etwa 20

Meter Durchmesser. Die (leicht ovalen) äußeren Felssteinmauern werden gestützt von

einer Reihe gut zwei Meter über den Boden ragender Pfeiler, die durch ein Kopfstück

(T-Pfeiler) und zum Teil durch eingemeißelte ¿Arme¿ deutlich als ¿menschlich¿

gekennzeichnet sind. Es handelt sich offenbar um religiöse Symbole. Solche im

Übergang von Animismus und Magie zur mythischen Göttervorstellung? In der Mitte

jeden Kreises, von denen bisher vier ausgegraben wurden, steht ein größeres, bis gut

fünf Meter über den Boden aufragendes, vielleicht Frau und Mann darstellendes

Götter-Paar. Die bis gut zwölf Tonnen schweren T-Pfeiler zeigen Bildhauereien hoher

Qualität, meist gefährliche Tiere, aber auch tanzende Kraniche, die möglicherweise

SchamanInnen darstellen.

Ein Diskussionspapier

Details

Verlag GRIN Publishing
Ersterscheinung September 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.5 cm
Gewicht 90 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656261193
Auflage 1. Auflage
Seiten 52