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Silbenmodelle

Silbenmodelle

von Regina Männle
Softcover - 9783640264964
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend), Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Deutsches Seminar I), Sprache: Deutsch, Abstract: In der frühen generativen Phonologie, als deren Begründer Noam Chomsky und

Morris Halle mit ihrem Werk ¿The Sound Pattern of English¿ (1968) gelten, spielte

die Silbe lediglich eine marginale Rolle. Chomsky & Halle sahen Morpheme und

Wörter als die für die Phonologie zentralen Einheiten und verbanden phonologische

Regeln und phonotaktische Restriktionen somit ausschließlich mit Morphem- und

Wortgrenzen. Ab Anfang der 70er Jahre wurde dieser Aspekt hinterfragt; die Bedeutung

der Silbe für die Phonologie wurde zunehmend diskutiert und schließlich auch

überzeugend begründet. Autoren wie zum Beispiel Pike & Pike (1947) oder Hockett

(1955) operierten bereits vor der Begründung der generativen Phonologie mit der

Silbe, doch erst seit Linguisten wie Vennemann (1972), Kahn (1976) oder Selkirk

(1982) phonotakische Muster, phonologische Regeln und auch prosodische Aspekte

auf die Silbe bezogen, gilt diese auch in der generativen Phonologie als zentrale

Domäne.

Zwar besteht seit den 70er Jahren also überwiegend Einigkeit über die wichtige Rolle

der Silbe für die Phonologie, doch in Bezug auf die adäquate Darstellung der Struktur

der Silbe gehen die Meinungen auseinander. Chomsky & Halle, als Vertreter der

linearen Phonologie, betrachteten Äußerungen als Aneinanderreihung von Segmenten,

welche wiederum Merkmalsbündel verkörpern. Sogenannte Merkmalsmatrizen

dienten zur Darstellung aller Eigenschaften eines bestimmten Lautes; innerhalb dieser

Matrizen galten die einzelnen Merkmale als simultan und gleichwertig. Diese

Darstellungweise erwies sich jedoch beispielsweise in Bezug auf folgenden Aspekt

als defizitär: ¿Lautliche Eigenschaften, die sich über mehr als ein Segment erstrecken,

werden unter dieser Betrachtungsweise so behandelt, als seien sie Eigenschaften

von einzelnen Segmenten und nicht von größeren Einheiten wie z. B. Silben¿

(Willi 21994: 434).

Im Zuge der Intensivierung der Ton- und Intonationsforschung wurde immer deutlicher,

dass die lineare Darstellung besonders für suprasegmentale Aspekte ungeeignet

ist. Der Ansatz der linearen Phonologie, prosodische Einheiten wie Akzent oder Ton

mit binären, auf einzelne Segmente bezogene Merkmale wie [+/-betont] oder [+/-

Hochton] darzustellen, erwies sich als unzureichend. [...]

Ein Vergleich zwischen Konstituenten-, CV- und Spiralmodell

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 11. Februar 2009
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.4 cm
Gewicht 68 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640264964
Auflage 2. Auflage
Seiten 36

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