Düsseldorf wurde nicht nur von Herzögen, Bürgermeistern, Unternehmern und Künstlern geprägt. Seit den frühesten Siedlungen wirkten Frauen an der Entwicklung der Stadt mit - häufig sichtbar, oft aber auch namenlos und vergessen.
Sie prägten Düsseldorf, Berühmte und vergessene Frauen von den frühen Siedlungen bis zur Gegenwart erzählt ihre Geschichte über mehr als zwei Jahrtausende. Das Buch beginnt bei den Frauen der Vor- und Frühgeschichte, deren Namen nicht überliefert sind, deren Arbeit für Versorgung, Familie und Gemeinschaft jedoch unverzichtbar war. Mit Regenberga und dem Gerresheimer Frauenstift treten erstmals namentlich bekannte Frauen hervor.
Der historische Bogen führt weiter zu Fürstinnen und Herzoginnen wie Anna von Kleve, Jakobe von Baden und Anna Maria Luisa de Medici, zu Künstlerinnen, Arbeiterinnen, Theaterfrauen, Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen. Vorgestellt werden unter anderem Louise Dumont, Lore Agnes, Johanna Ey, Rose Ausländer, Selma Meyer und Hilla Becher. Ebenso erinnert das Buch an Frauen wie Helena Curtens und Agnes Olmans, an Verfolgte des Nationalsozialismus, Widerstandskämpferinnen, Gemeindeschwestern und jene, deren Lebenswege durch Flucht und Emigration geprägt wurden.
Auch die namenlosen Dienstmädchen, Näherinnen, Wäscherinnen, Fabrikarbeiterinnen und Frauen des Wiederaufbaus erhalten ihren Platz. Das Buch verfolgt den langen Weg von der rechtlichen Abhängigkeit über Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung bis zur neuen Frauenbewegung, zu Frauenhäusern, kommunaler Gleichstellungsarbeit und Frauen in heutigen Führungspositionen.
Bis in die Gegenwart reicht der Blick zu Frauen, die Düsseldorf in Sport, Sozialarbeit, Migration, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Ehrenamt mitgestalten.
Dabei unterscheidet das Buch konsequent zwischen gesicherten Quellen, begründeten Einordnungen und offenen Fragen. Es zeigt nicht nur, welche Frauen Düsseldorf prägten, sondern auch, warum manche Namen bis heute bekannt sind und andere fast vollständig aus der Erinnerung verschwanden.
Ein Buch über Macht und Alltag, Widerstand und Fürsorge, Sichtbarkeit und Vergessen und über Frauen, ohne die Düsseldorf nicht die Stadt geworden wäre, die es heute ist.
Berühmte und vergessene Frauen von den frühen Siedlungen bis zur Gegenwart