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Schwere Aggression in der Adoleszenz unter besonderer Berücksichtigung der Psychodynamik von Dissozialität

Schwere Aggression in der Adoleszenz unter besonderer Berücksichtigung der Psychodynamik von Dissozialität

von Carols Fingerhut
Softcover - 9783640137138
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,7, Universität Kassel, Veranstaltung: Die endliche und unendliche Entwicklung - adoleszente Krisen aus psychoanalytischer Sicht, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dieser Arbeit möchte ich einen Einblick in die abweichenden Verhaltensweisen

bei Jugendlichen geben. Ich beschäftige mich mit schwerer fremddestruktiver

Aggression in der Adoleszenz und werde dabei die psychodynamischen Aspekte der

Dissozialität besonders berücksichtigen. Das Phänomen der selbstdestruktiven

Aggression konnte aus Gründen des Umfangs dieser Studienarbeit leider nicht

behandelt werden.

Zu Anfang gebe ich einen allgemeinen Überblick über Aggression und ihre

Bewältigung in der Adoleszenz, um anschließend den Focus auf die

Entstehungsbedingungen und die psychodynamischen Faktoren zu richten. Der

letzte Teil beschäftigt sich mit den äußeren Bedingungen, die dissoziales Verhalten

begünstigen, sowie den therapeutischen Besonderheiten der dissozialen Störung.

Meine Ausführungen zu diesem Thema werden sich überwiegend auf Literatur

von Udo Rauchfleisch und Annette Streeck-Fischer beziehen. Ergänzend werde ich

noch Literatur von Evelyn Heinemann, Dörte Stolle, Horst Gerhard, sowie Volker

Faust hinzuziehen (siehe Literaturverzeichnis). Die Lebensphase Adoleszenz ist geprägt von körperlichen, psychischen und sozialen

Veränderungen. Aus psychoanalytischer Sicht steht dabei der sexuelle und

aggressive Triebschub, die Wiederbelebung des kindlichen Narzissmus mit den

Omnipotenzphantasien und die Ablösung von den Eltern im Vordergrund. Einen

besonderen Stellenwert nehmen dabei die Omnipotenzphantasien ein, die in der

Adoleszenz ¿die Kreativität der Jugendlichen und ihr Bewusstsein von der

Veränderbarkeit der Welt¿ anregen. Für eine gelungene Identitätsbildung muss der

Jugendliche die Fähigkeit besitzen, mit seinen aggressiven Wünschen und

Größenphantasien zu spielen, und sich darüber bewusst sein, dass er damit keinen

realen Schaden anrichtet. Auf diese Weise gelangt er zu eigenen Weltbildern und

Wertsystemen. Dies ist jedoch stark abhängig von positiven Erfahrungen des

Jugendlichen, die ihm das Gefühl geben, gebraucht zu werden und ein aktives

Mitglied der Gesellschaft zu sein.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 13. August 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 51 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640137138
Auflage 2. Auflage
Seiten 24