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Schrift und Schriftlichkeit im Rahmen mittelalterlicher Bildung

Schrift und Schriftlichkeit im Rahmen mittelalterlicher Bildung

von Elisabeth Mayr
Softcover - 9783640470709
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: Sehr Gut, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: "Vox audita perit, littera scripta manet."

Das gesprochene Wort verweht, das Geschriebene besteht, sagte

schon Horaz, einer der bedeutensten römischen Dichter im ersten nachchristlichen Jahrhundert. Für Horaz und seine Zeitgenossen war lesen und schreiben Bestandteil ihres täglichen Lebens. [...] Mit dem Ende des römischen Reiches kam es auch zu einem Ende der Schriftlichkeit

und erfolgte im selben Schritt ein Übergang zu einer überwiegend oral-tradierten Welt, die bis zum Ende des Mittelalters Bestand haben sollte. Bildung im Mittelalter ging hauptsächlich ohne Schrift und "Schreiben können" vonstatten und war auch kein Bestandteil des täglichen Lebens. Für unsere heutige Zeit ist dies völlig undenkbar, da die Beherrschung von Schrift zur Grundvoraussetzung zum Funktionieren unserer Gesellschaft gehört und ein Analphabet als minder begabt stigmatisiert ist und in Folge dessen oft ausgegrenzt wird. In der Welt des Mittelalters hingegen waren beinahe alle Teile der Bevölkerung Analphabeten und es war kein Manko. Für ein besseres Verständnis des mittelalterlichen

Bildungsgedanken, ist es nötig, sich von unserem humanistischen oder

auch "Humboldtschen" Bildundsideal zu entfernen. Das Wort Bildung,

oder besser "pildunga", wie es im Althochdeutschem hieß, bedeutete

im Mittelalter Bildnis oder auch Schöpfung und es gab keine direkte

lateinische Entsprechung dafür, es war vielmehr eine ganze reihe von

Wörtern, die die mittelalterliche Bildungswelt umschrieb: [...]

Diese vorliegende Arbeit wird sich nun mit den obig erwähnten Aspekten

befassen und Fragen nach Wissensvermittlung und Unterricht anhand

der "Hauptbildungsträger" Klerus, Adel, Frauen und Stadtbürger

zu klären versuchen. Dabei werden einzelne Epochen oder Personen,

die eine wesentliche Rolle für die Bildung spielten, hervorgehoben

und auch Fragen, wie etwa die Glaubensvermittlung ohne Schrift funktionierte,

behandelt. Ziel ist es, die Gesamtsituation im Mittelalter aufzuzeigen,

vor allem hinsichtlich darauf, dass nicht das geschriebene Wort diese

Zeit regierte, sondern beinahe ausschließlich das gesprochene. Wissen

wurde mündlich weitergegeben, Bücher wurden vor allem und lange Zeit

nur zur Zierde angefertigt und erst im späten Mittelalter stieg die

Zahl der hergestellten Bücher. Horaz, dessen Satz vor allem auf eine

Selbstverständlichkeit im Umgang mit Schrift und Bücher hinweist,

wäre im Mittelalter schnell eines besseren belehrt worden.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 14. November 2009
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640470709
Auflage 3. Auflage
Seiten 28

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