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Beschreibung
Luca Silvani untersucht die Richtervorlage (konkrete Normenkontrolle) in Deutschland und Italien sowie ihre Bedeutung für die jeweiligen verfassungsgerichtlichen Rechtsschutzsysteme. Im Mittelpunkt steht die Frage, welches Rollenverständnis des Bundesverfassungsgerichts einerseits und der Corte costituzionale andererseits sich aus der Ausgestaltung dieses Verfahrens ergibt. Beide Gerichte folgen zwar dem kelsenianischen Modell einer isolierten Verfassungsgerichtsbarkeit, jedoch unter unterschiedlichen verfahrensrechtlichen Bedingungen: Während in Deutschland die Verfassungsbeschwerde das zentrale Instrument der Verfassungskontrolle bildet, kommt der Richtervorlage in Italien mangels Individualbeschwerde eine Schlüsselrolle zu. Der Autor betrachtet die Richtervorlage im Kontext der jeweiligen Verfahrensarchitektur und zeigt, dass Aufgaben, die in Italien über die Richtervorlage wahrgenommen werden, in Deutschland weitgehend der Verfassungsbeschwerde zukommen. Insgesamt erweist sich die Richtervorlage als anpassungsfähiges Instrument, in dem sich zentrale Strukturfragen der Verfassungsgerichtsbarkeit bündeln.
Die Arbeit wurde mit dem Werner-von-Simson-Preis 2025 der Universität Freiburg ausgezeichnet.
Ein Rechtsvergleich
Details
| Verlag | Mohr Siebeck |
| Ersterscheinung | 31. Juli 2026 |
| Maße | 23.2 cm x 15.5 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783162005076 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Seiten | 390 |