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Retaliative und restitutive Möglichkeiten sozialer Kontrolle

Retaliative und restitutive Möglichkeiten sozialer Kontrolle

von Jörg Trinks
Softcover - 9783640815999
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Kinder und Jugend, Technische Universität München (Institut für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Seminar Kriminalität & Strafe, Sprache: Deutsch, Abstract: "Die Statistik belegt, dass Jugendliche, die in Haft beziehungsweise Jugendarrest waren,

eine höhere Rückfallquote aufweisen als diejenigen, die mit anderen Sanktionen bestraft

werden."

Das obige Zitat stammt von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und bezieht sich

auf Forderungen seitens der Union, gewalttätige Jugendliche in "Jugendcamps" zu

internieren. Die Debatte wurde zu Weihnachten 2007 durch die so genannten

"Münchner U-Bahn-Schläger" angeheizt, im Verlauf dieser verlor Hessens

Ministerpräsident durch seine beispiellose Hetz- und Gewaltkampagne die

Landtagswahl in Hessen.

Gerade bei jugendlichen Straftätern im Alter von 14-17 Jahren kann noch von einer

Formbarkeit und Erziehbarkeit ausgegangen werden. Es müssen also Mittel und Wege

gefunden werden, die staatlichen Sanktionen bei Straftaten dieser Tätergruppe so

anzupassen, dass nicht alle Sozialisationschancen schon in so jungen Jahren verbaut

werden. Gerade die angesprochene Tätergruppe stammt meist aus dem sozialen

Randmilieu, sie ist geprägt von einem hohen Migrantenanteil, schlechter Bildung und

somit schlechten Bildungschancen und hoher Arbeitslosigkeit und findet sich zumeist in

den Vorstädten.

Was können noch härtere Sanktionen des Staates, das kompromisslose Ausnutzen seines

Gewaltmonopols, oder bei migrierten Jugendlichen die Abschiebung, bewirken? Den

jungen Menschen, die vor Allem durch ihr soziales Umfeld wie Familie, Bekannte oder

Freunde am Rande der Gesellschaft leben, werden so vom Staat alle Lebenschancen

genommen, obwohl gerade der Staat in Fällen, wo die Eltern dieser Kinder bei der

Erziehung versagen, eingreifen sollte. Die kriminellen, chancenlosen Kinder werden für

das Versagen ihrer Eltern betraft.

Die immer lauter werdenden Forderungen, vor allem von den christsozialen (!!!)

Parteien, nach mehr Punitivität im Strafrecht - also immer härtere Strafen und eine

Ausweitung der Sanktionen auf Erziehungs- und Bootcamps, wie seit ca. 1995 in den

USA zu beobachten - führt zu einer immer stärkeren Repressionspolitik gegenüber

straffälligen Jugendlichen. Diese können nur mit Rückzug, Frustration und weiterer

Kriminalität reagieren.

Eine Gegenüberstellung von Jugendarrest und Mediation

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 09. Februar 2011
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 51 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640815999
Auflage 3. Auflage
Seiten 24