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Replikation, Imitation, Viralität. Zum Begriff des Mems in der Soziologie

Replikation, Imitation, Viralität. Zum Begriff des Mems in der Soziologie

von Daniel Kusch
Softcover - 9783656846109
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Beschreibung

Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Soziologie - Kommunikation, Note: 1.3, Philipps-Universität Marburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Mem feiert sein Revival. Vielleicht nicht unbedingt im Sinne der Etablierung eines validen

wissenschaftlichen Analysebegriffes, wohl aber in seinem popkulturellen Erscheinen zur

Beschreibung der Viralität von Internet-Phänomenen. Folgt man der Etymologie des Begriffes

Mem, geprägt durch Richard Dawkins in seinem Buch "das egoistische Gen", so erscheint diese

Anleihe ertragreich. Mem bedeutet hier soviel wie ein Bewusstseinsinhalt, der durch

Kommunikation repliziert wird. Dawkins wählt dies bewusst angelehnt an die biologische und evolutionstheoretische Figur um Formen der

Kultur, Sprache und Bewusstseinsinhalte, als stetige Replikationen von Informationen innerhalb der

Umwelt anderer konkurrierender Inhalte zu beschreiben.

Innerhalb der Soziologie finden wir eine eher kritisch-verhaltene bis gar keine Rezeption des Mem-

Gedankens, obwohl sich Aspekte von Dawkins Konzepten durchaus innerhalb Luhmanns

Systemtheorie und Latours Akteur-Netzwerk-Theorie (kurz: ANT) finden lassen. Bei Luhmann wird der Versuch unternommen, das

Soziale im Rahmen systemischer Selbstproduktion, etwa mittels Selektion der Umweltkomplexität

durch Sinn, zu erfassen. In Latours ANT steht indes das von und durch Akteure gebildete Netzwerk

im Fokus, wobei hier nicht der Akteur im klassischen Sinne eines intentionalen Subjekts gemeint

ist, sondern jegliches Element welches zur Netzwerkbildung

beiträgt. Die monokausale Erklärung eines Phänomens wird in diesen Theorievorschlägen

zugunsten der Replikation von Ideen aufgegeben und sich somit tendenziell einer auf Selektions- und

Mimesisprozessen fußenden Genese von Systemen/Netzwerken zugewandt. Allen drei

Theorien ist ähnlich, dass Kommunikationsinhalte durchaus als Elemente aufgefasst werden,

welche durch gewisse Weitergabefunktionen in dieser oder ähnlicher Form iterativ wieder in ein

System oder Netzwerk integriert bzw. extegriert werden.

Diese Theorien sollen, vor dem Hintergrund des Mem-Begriffes, in ihren Gemeinsamkeiten als

analytisches Fundament dienen um deren Validität anhand des Internet-Phänomens "Nyan-Cat" zu überprüfen.

Nach einer Kontextualisierung des Mem als Äquivalenzbegriff für Internetphänomen soll fußend darauf im methodischen

Teil die Offenlegung und Beschreibung des Netzwerkes erfolgen. Im Fokus steht hierbei eine genealogische Untersuchung des Akteurs

"Nyan-Cat" anhand von Mem-Ökosystem wie Foren, Chatrooms, Imageboards und Social Media-

Präsenzen, um die beteiligten Akteure und Netzwerke aufzudecken.

Eine Netzwerkanalyse am Fallbeispiel des Internet-Phänomens "Nyan-Cat"

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 27. November 2014
Maße 21 cm x 14.8 cm x 1 cm
Gewicht 197 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656846109
Auflage 1. Auflage
Seiten 128

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