✍️ 🧑‍🦱 💚 Autor:innen verdienen bei uns doppelt. Dank euch haben sie so schon 411.512 € mehr verdient. → Mehr erfahren 💪 📚 🙏

Peter Singer und der Utilitarismus

Peter Singer und der Utilitarismus

von Agnes Thiel
Softcover - 9783656284215
16,95 €
  • Versandkostenfrei
Auf meine Merkliste
  • Hinweis: Print on Demand. Lieferbar in 5 Tagen.
  • Lieferzeit nach Versand: ca. 1-2 Tage
  • inkl. MwSt. & Versandkosten (innerhalb Deutschlands)

Autorenfreundlich Bücher kaufen?!

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts, Note: 1,5, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Philosophische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: Alle vergangenen Kulturen und Gesellschaften kannten für ihre Mitglieder verbindliche Vorschriften und Gesetze. Diese waren in der Regel religiös legitimiert. Es ist aber ein zentrales Merkmal der abendländischen Kultur, dass sie im Zuge und als Folge der Reformation, der Aufklärung und der allgemeinen Säkularisierung ¿ wie es M. Weber formulierte ¿ in religiöser Hinsicht entzaubert wurde. Diese Entzauberung der Welt hat Auswirkungen auf die Gesetzgebung der Menschen. Die Gesetzgebung der modernen Staaten beruht nicht mehr auf religiös legitmierten Normen. Vor allem der Utilitarismus verlangt heute eine rationale, vernunftgemäße Begründung der Ethik. Auch für Peter Singer gelten nur rational begründbare und nicht religiöse Argumente (s. u.).

Bahn brechend war hier Hobbes¿ Vertragstheorie, deren Grundgedanke ja darin besteht, dass legitime Souveränität gänzlich ohne göttliches Eingreifen funktioniert und ausschließlich auf der Basis eines Vertrages zwischen `gleichberechtigten¿ Menschen entsteht. Der Souverän ist der unbeteiligte Dritte, auf den das `Recht auf alles¿ des Naturzustandes übertragen wird. Der Leviathan bietet dafür ¿ quasi als Gegenleistung - Sicherheit, Frieden und Wohlstand. Bei Hobbes deutet sich also das erste Mal an, was Kennzeichen aller Gesetzgebung der Neuzeit sein wird: Wenn es keine Rückbindung an Gott mehr gibt, dann sind die Menschen auf sich selbst zurückgeworfen; sie müssen dann untereinander verbindliche Regeln schaffen, die mit der Vernunft einsehbar sind und allgemeine Verbindlichkeit beanspruchen müssen.

Der Utilitarismus ist eine Geistesströmung, die genau diesen Anspruch erhebt: allgemein verbindliche Normen sollen mit wissenschaftlichem Handwerkszeug begründet werden. Wegweisend war Benthams Forderung, die Moralphilosophie müsse sich (nun endlich) auf den Weg der Wissenschaftlichkeit begeben. Dies ist deshalb schwierig, weil in einer pluralistischen Gesellschaft die Gruppen und die von diesen vertretenen Interessen mannigfaltig sind. Deshalb geht der Utilitarismus von einer Grundannahme aus: der Mensch ist ein Wesen, das jederzeit nach seinem Nutzen strebt. Diese Annahme ist keine Erfindung der Utilitaristen, sondern sie können sich hier auf einige antike Denker berufen.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 23. Oktober 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 45 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656284215
Auflage 2. Auflage
Seiten 20