Eigentlich ist alles gut. Der Job läuft, der Alltag funktioniert, Verpflichtungen werden erfüllt, Ziele erreicht. Und trotzdem bleibt manchmal dieses schwer greifbare Gefühl: War das schon alles?
Viele Menschen sind erstaunlich gut darin geworden, zu funktionieren. Sie organisieren, leisten, kümmern sich und machen weiter. Nicht unbedingt, weil ihr Leben falsch ist, sondern weil kaum noch Raum bleibt, wahrzunehmen, wie es ihnen damit eigentlich geht.
«Perspektivwechsel» lädt dazu ein, diesen Raum wiederzuentdecken.
Roger Hayoz verbindet persönliche Erfahrungen mit Impulsen aus Erwachsenenbildung und Coaching. Dabei geht es nicht darum, das eigene Leben auf den Kopf zu stellen oder sich selbst zum nächsten Optimierungsprojekt zu machen. Im Gegenteil: Veränderung beginnt oft viel unspektakulärer, mit Wahrnehmen, Loslassen, Orientieren und kleinen bewussten Entscheidungen im Alltag.
Warum tragen wir Erwartungen weiter, die längst nicht mehr zu uns passen? Welche Rollen sind irgendwann zu eng geworden? Was ist uns wirklich wichtig? Und wie finden wir eine Richtung, wenn zwei richtige Dinge gleichzeitig wahr sind?
Das Buch führt durch vier Bewegungen: WAHRNEHMEN, LOSLASSEN, ORIENTIEREN und GESTALTEN. Kurze Perspektivwechsel, konkrete Alltagsimpulse und vier «Geh-Momente» laden dazu ein, nicht nur über diese Fragen nachzudenken, sondern ihnen auch ausserhalb des gewohnten Alltagsraums zu begegnen.
Die Natur spielt dabei eine besondere Rolle, nicht als Heilsversprechen, sondern als Gegenraum. Als Ort, an dem für einen Moment nichts geleistet, dargestellt oder optimiert werden muss.
«Perspektivwechsel» ist kein Programm für ein besseres Leben. Es ist eine Einladung, das eigene Leben wieder bewusster wahrzunehmen, mit seinen Möglichkeiten, Grenzen, Widersprüchen und Unvollkommenheiten.
Denn vielleicht braucht es nicht immer einen radikalen Neuanfang.
Vielleicht genügt zunächst ein Grad in eine andere Richtung. Weniger funktionieren. Mehr wahrnehmen. Bewusster leben.
Weniger funktionieren. Mehr wahrnehmen. Bewusster leben.