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Beschreibung
Kaum eine Behauptung Wolfhart Pannenbergs hat größere Diskussionen entfacht als seine dritte dogmatische These aus
Offenbarung als Geschichte
(1961): Die Selbstoffenbarung Gottes in Jesus von Nazareth sei «jedem, der Augen hat zu sehen, offen». Christian Schaufelberger geht diesen biblisch-metaphorisch anmutenden Worten nach und untersucht ihre Bedeutung im Kontext von Pannenbergs Theologie der 60er Jahre. Dazu rekonstruiert er dessen frühe Schriften als Entwurf eines theologischen Systems, das zentrale dogmatische Topoi wie Offenbarung, Hermeneutik, Anthropologie, Hamartiologie, Pneumatologie sowie das Verhältnis von Glaube und Vernunft umfasst.
Dass Pannenberg seine umstrittenste These 27 Jahre später, im ersten Band der
Systematischen Theologie
(1988), erneut aufgenommen und bekräftigt hat, wirft die Frage nach ihrer Bedeutung im Kontext seines reifen theologischen Systems auf. Im Zentrum stehen dabei zwei werkgeschichtliche Veränderungen: einerseits Pannenbergs Präzisierung des Verhältnisses von subjektiv-noetischer Antizipation und objektiv-historischer Prolepse, andererseits seine Annäherung an die Wort-Gottes-Theologie, von der er sich in den 60er Jahren noch vehement abgrenzte.
Erst dieser Vergleich zwischen Pannenbergs Früh- und Spätwerk ermöglicht die präzise Erschließung seiner Offenbarungslehre und der mit ihr verbundenen epistemischen Ansprüche. Als Ertrag entwickelt die Studie eine werkgeschichtliche Lesart von Pannenbergs Gesamtwerk, die zugleich Perspektiven für gegenwärtige Reflexionen über Möglichkeiten und Grenzen öffentlich überzeugender theologischer Aussagen eröffnet.
Eine werkgeschichtliche Studie zur Erkennbarkeit der Geschichtsoffenbarung
Details
| Verlag | Mohr Siebeck |
| Ersterscheinung | 31. Januar 2027 |
| Maße | 23.2 cm x 15.5 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783162010698 |
| Seiten | 320 |