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Ornamentale Strukturen in der Literatur am Beispiel von Anton Tschechovs ,,Der Dicke und der Dünne"

Ornamentale Strukturen in der Literatur am Beispiel von Anton Tschechovs ,,Der Dicke und der Dünne"

von Sandy Dännhardt
Softcover - 9783640705771
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universität Erfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: Anton Tschechow( geb. Januar 1860 Taganrog; gest. Juli 1904 Badenweiler) wird in der heutigen

Zeit meist nur noch mit Dramen wie ,, Die Möwe¿¿ , ,,Der Kirschgarten¿¿ oder ,, Onkel Wanja ¿¿ in

Verbindung gebracht, hierbei wird meist vergessen das die Anfänge seines Literarischen Schaffens

in das Genre der Prosa zu integrieren sind, welche besonders bekannt für ihre subtilen Stimmungs

und Milieudarstellungen sind. Auf tragikomische Weise pointiert er somit die Vergänglichkeit des

russischen Kleinadels, sowie die Banalität des Provinzlebens.

Die meisten Literaturwissenschaftler zählen Anton Tschechow zu den russischen Realisten, dennoch

zeichnen sich in seinen Werken Tendenzen ab, die auf einen europäischen Impressionismus und

Symbolismus deuten.

Tschechows Prosadichtung kennzeichnete sich durch eine Vielzahl ornamentaler Erzählstrukuturen,

die mittels Similaritäten, Oppostionen, Äquivalenzen und anderer Wiederholungskonstrukte

formiert werden.

Meiner Meinung nach stellt ,, Der Dicke und der Dünne¿¿ ein besonders bemerkenswertes Beispiel

für Tschechows ornamentales Erzählen dar. Signifikant ist hierbei die Gegenüberstellung zweier

Personen, welche sogleich einen Kontrast zwischen Similarität und Opposition darstellen und somit

ein ausgesprochen kontrastives Textgewebe erzeugen.

Ziel meiner Hausarbeit ist es, die ornamentalen Erzählstrukturen in Tschechows ,, Der Dicke und

der Dünne¿¿ zu analysieren, sowie anhand von fundierten Beispielen und Textbelegen eine

Rekonstruktion des Textgewebes vorzunehmen, welche ich durch die Betrachtung verschiedener

Aspekte und Geschehensmomente stringend verfolgen werde.

Besonders kennzeichnent für ,, Der Dicke und der Dünne¿¿ sind die stereotypischen

Formulierungen, die Demonstration der gestörten Kommunikation zwischen den Interakteuren und

der spiegelbildliche Aufbau des Textgewebes. Die ornamentalen Erzählstrukturen erzeugen im

Leser einen ständigen Wechsel zwischen Spannung und Humor, welches als ein weiteres Merkmal

für die Vielschichtigkeit dieses Konstruktes ist und auf das aneinander flechten der der

verschiedenen narrativen Mittel deutet.

In Verlauf meiner Analyse werde ich mich besonders auf körperliche Kontraste,

Figurenkonstellation , soziale Oppositionen und den Wechsel zwischen scheinbarer Similarität und

dem Bruch durch die sich heraus kristalisierende Opposition konzentrieren.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 17. September 2010
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 40 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640705771
Auflage 3. Auflage
Seiten 16