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Beschreibung
Natalja Gorbanewskaja (1936-2013) war eine russische Dichterin so groß wie Joseph Brodsky und eine Menschenrechtsaktivistin so bedeutend wie Andrej Sacharow. Dennoch erhielt sie keinen Nobelpreis, weil sie als Frau nicht gesehen wurde.
Die Osteuropa-Expertin Susanne Schattenberg widmet sich mit dieser Biographie der Geschichte einer Frau, die längst hätte erzählt werden müssen und die heute aktueller ist denn je: Warum kann allein ein Gedicht als Widerstand gelten? Was treibt jemanden dazu, gegen den repressiven (sowjet-)russischen Staat zu protestieren? Wie wägt man den Drang nach Freiheit und Wahrheit gegen die Angst vor Verfolgung ab? Und wie geht eine Frau damit um, dass ihre Leistungen nicht gesehen und immer wieder Männern zugeschrieben werden? Seit ihren Studienjahren (1953-1964) distanzierte sich Natalja Gorbanewskaja von dem sowjetischen Unrechtsregime erst in ihrer Dichtung, dann in einer Untergrundzeitung, die sie 1968 gründete, um die Menschenrechtsverstöße in der UdSSR zu dokumentieren. Schließlich demonstrierte sie mit der Losung "Für eure und unsere Freiheit" auf dem Roten Platz gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings. Die sowjetische Justiz erklärte sie daraufhin für verrückt und sperrte sie in die Psychiatrie. Das verursachte einen derart heftigen internationalen Aufschrei, dass sie freikam und 1975 nach Paris ausreisen konnte, wo sie ihren Kampf für ein freies Russland fortsetzte.
Für eure und unsere Freiheit. Eine Biographie
Details
| Verlag | C.H.Beck |
| Ersterscheinung | 15. März 2027 |
| Maße | 21.7 cm x 13.9 cm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783406858017 |
| Seiten | 288 |