Metonymie und Grammatik: Kontiguitätsphänomene in der französischen Satzsemantik

Metonymie und Grammatik: Kontiguitätsphänomene in der französischen Satzsemantik


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von Richard Waltereit

Beschreibung

In der Forschung der letzten Jahre ist das Interesse an den rhetorischen Figuren Metapher und Metonymie neu erwacht, und es ist versucht worden, diese Figuren bzw. die ihnen zugrundeliegenden Assoziationstypen Similarität und Kontiguität als weitreichendes Prinzip sprachlicher Organisation zu begreifen. Hieran anknüpfend zeigt der Autor, daß der Mechanismus der Metonymie (z.B. lire Proust 'ein Buch von Proust lesen') sich für eine Vielzahl satzsemantischer Erscheinungen des Französischen als relevantes und erklärungsmächtiges Prinzip erweist. In dependenzgrammatischer Perspektive wird zunächst dargelegt, wie Kontiguitätsphänomene in der Valenz französischer Verben lexikalisiert sind, insbesondere wie metonymische Relationen Polysemiemuster erschließen. Sodann werden Beschränkungen für die metonymische Besetzung verbaler Leerstellen untersucht. Hier erlauben besonders die Reflexivkonstruktionen und die reflexiven Verben sowie die Pertinenzkonstruktionen einen neuartigen Zugriff, der Alternativen zu bisher nur unbefriedigenden Lösungsvorschlägen aufzeigt. Sowohl die lexikalisierten als auch die an bestimmte Leerstellen gebundenen Phänomene belegen schließlich einen Primat des direkten Objekts für metonymische Prozesse.


Tags: Romanische Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft


Hardcover - 9783484303850
Auflage: Reprint 2011
Verlag: De Gruyter
Ersterscheinung: Oktober 1998
ISBN-13: 9783484303850
Größe: 230 mm x 155 mm x 21 mm
Gewicht: 526 Gramm
220 Seiten
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