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Beschreibung
Die Fähigkeit zur Mentalisierung kann grundsätzlich als die menschliche Imaginationsfähigkeit des eigenen Verhaltens sowie jenes anderer Menschen durch die Zuschreibung von mentalen Zuständen wie Gedanken, Motive oder Gefühle beschrieben werden. Obgleich viel Wissen über die einzelnen Störungsbilder und die Entwicklungsmechanismen der Mentalisierungsfähigkeit im Allgemeinen vorhanden ist, besteht bislang weiterer Forschungsbedarf im klinischen Versorgungssetting: Es fehlen u.a. Vergleichsstudien, die depressive und psychotische Patient*innen in Hinblick auf Kindheit, Persönlichkeit, Affekt sowie Mentalisierungskompetenzen systematisch gegenüberstellen.
Die vorliegende Studie untersucht die Mentalisierungsfähigkeit depressiver und psychotischer Patient*innen vor dem Hintergrund ihrer Kindheitserfahrungen, Persönlichkeitsstruktur sowie Affektwahrnehmung und -regulation. Auf Basis der Ergebnisse zeigt sich, dass sich depressive und psychotische Patient*innen in ihren Vulnerabilitäten wie Kindheitstrauma und Persönlichkeit zwar gleichen, sich jedoch wesentliche Unterschiede in der Affektwahrnehmung und -regulation manifestieren. Dies bedeutetet somit auch, dass die störungsspezifische Unterscheidung nicht ausreicht und transdiagnostische Faktoren sowohl in der Behandlung als auch in der Entwicklung weiterer Interventionen ebenfalls ihre Berücksichtigung finden müssen.
Eine empirische Untersuchung zu Kindheit, Persönlichkeit und Affekt bei depressiven und schizophrenen Patient*innen
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 30. August 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783658525279 |