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Mediengesellschaft und politische Führung

Mediengesellschaft und politische Führung

von David Huth
Softcover - 9783640496419
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Politisches System Deutschlands, Note: 1.0, Universität Duisburg-Essen (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar Politische Führung, Sprache: Deutsch, Abstract: Die deutschen Medien haben sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter

ausgedehnt. In der Bundesrepublik Deutschland existiert heute eine

diversifizierte Medienlandschaft, die eine vielfältige Palette verschiedenster

Zeitungen, Magazine, Radiosender und Fernsehprogramme hervorgebracht hat.

In den Medienprodukten spiegeln sich die unterschiedlichen politischen

Strömungen wider. Bürger, Medien und Politik stehen im trilateralen

Verhältnis. Die Medien sind zur Schnittstelle zwischen Bürger und Politik

geworden. Von beiden Seiten bestimmt die politische Realität einen

Informationsstrom, der von den Medien transformiert und weiter vermittelt

wird. Die Stellung der Medien im politischen System ist für einen öffentlichen

Führungsstil entscheidend. Die Frage nach der Veränderung der öffentlichen

politischen Führung kann nur mit der Entwicklung der Medien erklärt werden.

Der gestiegene Einfluss der Medien auf die politischen Entscheidungsprozesse

wird oft in Verbindung mit der Regierungszeit von Gerhard Schröder gesehen.

Der öffentliche Führungsstil des Medienkanzlers hat den Eindruck geprägt,

dass die Entwicklung zur Mediengesellschaft sich, ausgehend vom Wahlkampf

1998 und in der anschließenden Regierungszeit, vollzogen hat. Diese

Kausalität ist nur bedingt richtig. Die Folgen der realen Mediengesellschaft

bestimmen heute aber trotzdem das politische Tagesgeschäft auf eine Weise,

wie es in der Vergangenheit nicht der Fall war.

Die Kanzlerschaft von Helmut Kohl prägte noch ein stiller, korporatistischer

Führungsstil. Sein Regierungshandeln orientierte sich keineswegs an der

Dynamik der Medien, sondern gab sein eigenes Tempo im

Entscheidungsprozess vor. Entscheidungen wurden abgewogen und sich der

Gunst der aktuellen Machtkonstellationen versichert. Ohne den Vorlauf dieser

Abstimmungsprozesse durch Kohls informelles medienfernes Netzwerk,

arbeitete die Regierung für sich. Die Medien blieben außen vor, bis die

Entscheidung herbeigeführt war. Der Entscheidungspolitik gab Helmut Kohl

den Vorzug gegenüber der Darstellungspolitik. Während Kohls Regierungszeit

bestand noch nicht die Notwendigkeit, sich über Darstellungspolitik

zusätzliche Legitimation zu verschaffen. Politisches Handeln konnte im

geschlossenen administrativen und parlamentarischen System stattfinden. [...]

Wie hat sich der Umgang mit den Medien in der Amtszeit von Helmut Kohl und Gerhard Schröder als Instrument der politischen Führung verändert?

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 18. Dezember 2009
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.4 cm
Gewicht 79 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640496419
Auflage 3. Auflage
Seiten 44