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Beschreibung
Die Corona-Pandemie stellte Politik und Gesellschaft vor nie dagewesene Herausforderungen – und machte Krisenkommunikation zum zentralen Schauplatz politischer Aushandlungsprozesse. Dieses Buch untersucht, wie politische Akteur*innen im deutschen Verbundföderalismus während der Pandemie öffentlich Verantwortung, Autorität und Deutungshoheit beanspruchten oder delegierten. Auf Grundlage einer Diskursnetzwerkanalyse der Berichterstattung zweier überregionaler Tageszeitungen in den ersten 14 Pandemiemonaten rekonstruiert die Studie die Dynamiken politischer Krisenkommunikation unter Bedingungen radikaler Unsicherheit. Sie zeigt, wie kommunikative Strategien zwischen Blame Avoidance und persönlicher Profilierung als Krisenmanager*innen oszillierten und welche Rolle Expert*innen, parteipolitischer Wettbewerb sowie mediale Selektionslogiken dabei spielten. Durch die Verbindung quantitativer und qualitativer Methoden liefert die Arbeit neue empirische Erkenntnisse über die Funktionsweise föderaler Krisenpolitik und die öffentliche Strukturierung politischer Verantwortung in Ausnahmesituationen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Forschung über Krisenmanagement, politische Kommunikation und Föderalismus in modernen Demokratien.
Eine Analyse von Diskursnetzwerken zur Pandemiepolitik und ihrer Bestimmungsfaktoren
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 11. Oktober 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783658530198 |
| Seiten | 307 |