✍️ 🧑‍🦱 💚 Autor:innen verdienen bei uns doppelt. Dank euch haben sie so schon 472.549 € mehr verdient. → Mehr erfahren 💪 📚 🙏

Krankheits- und Ungeziefermetaphern als Mittel der Feindbildkonstruktion im Faschismus am Beispiel Joseph Goebbels

Krankheits- und Ungeziefermetaphern als Mittel der Feindbildkonstruktion im Faschismus am Beispiel Joseph Goebbels

von Sarah Merrett
Softcover - 9783656288053
18,95 €
  • Versandkostenfrei
Auf meine Merkliste
  • Hinweis: Print on Demand. Lieferbar in 2 Tagen.
  • Lieferzeit nach Versand: ca. 1-2 Tage
  • inkl. MwSt. & Versandkosten (innerhalb Deutschlands)

Autorenfreundlich Bücher kaufen?!

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Universität Bayreuth, Veranstaltung: Interkulturelle Germanistik, Sprache: Deutsch, Abstract: Es ist eine altehrwürdige Tradition des politischen Diskurses seinen Feind bzw. politischen Gegner mit Ungeziefern aller Art zu vergleichen. Wir erinnern uns hier beispielsweise nur an den CSU-Politiker Franz-Joseph Strauß, der im Jahre 1978 diejenigen deutschen Intellektuellen, ¿die es wagten, konservative Politiker öffentlich und lautstark zu kritisieren¿, als ¿Ratten und Schmeißfliegen¿ beschimpfte, oder auch an SPD-Politiker Franz Müntefering, der die internationalen Finanzinvestoren als ¿Heuschreckenschwärme¿ bezeichnete. Doch die metaphorische Kennzeichnung als Schädling oder Ungeziefer geht sogar mindestens bis in die Antike zurück, in der es gang und gäbe war, den ungebetenen Gast als Parasiten zu bezeichnen. Es ist zu bemerken, dass Vertreter fast jeder politischen Ideologie sich ähnlicher Metaphern bedien(t)en, um ihre Feinde zu diskreditieren. So wurde im Marxismus bspw. ebenfalls der Feind als Parasit oder Bakterie bezeichnet. Auch im Faschismus finden sich solche Metaphern wieder, die vor allem mit dem Ziel der Dehumanisierung der Juden verwendet wurden. Ein solcher Sprachgebrauch lässt sich auch in neonazistischen Medien wiederfinden, in denen ¿ nicht nur Juden, sondern vor allem auch linksradikale ¿ dehumanisiert werden, indem sie als Natterngezücht, Ratten, Zecken, Schmarotzer, Läuse o.ä. bezeichnet werden.

Eine weitere bewährte Methode um ein Feindbild zu konstruieren und gleichzeitig eine Legitimierung dafür zu finden, seinen Feind zu vernichten, ist die Verwendung von Krankheitsmetaphern. So werden destruktive Einflüsse oder auch einzelne Personengruppen nicht nur in nationalsozialistischen Publikationen, sondern auch in Veröffentlichungen einzelner neonazistischen Gruppen beispielsweise als Pestbeulen, Geschwüre, Krebsmetastasen, Eiterblasen, Viren und Bazillen bezeichnet.

Mit eben diesen beiden Metaphernfeldern möchte ich mich hier in dieser Arbeit näher beschäftigen. Dazu werde ich zunächst vier verschiedene Metapherntheorien vorstellen und anschließend den Zusammenhang zwischen Metapher und politischer Ideologie herstellen sowie den damit zusammenhängenden Feindbildbegriff erläutern.

In einem weiteren Abschnitt werde ich dann die Ideologiesprache der Faschisten skizzieren, wobei ich hier vor allem die auf Verwendung von Metaphern eingehen möchte, um dann im Anschluss daran einige dieser Metaphern, speziell Krankheits- und Ungeziefermetaphern, anhand kurzer Auszüge aus Joseph Goebbels' Schriften und Reden genauer zu untersuchen.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 15. Oktober 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 62 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656288053
Auflage 2. Auflage
Seiten 32