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Beschreibung
In diesem Buch wird untersucht, welche kollektiven politischen Identitätsvorstellungen kosovarische Medien seit der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 2008 (mit-)konstruieren und durch welche diskursiven Mechanismen diese Vorstellungen geprägt werden. Im Mittelpunkt steht die Analyse medialer Deutungsrahmen, durch die Vorstellungen von politischer Gemeinschaft, Staatlichkeit, Zugehörigkeit und Abgrenzung vermittelt und stabilisiert werden.
Theoretisch verortet sich die Arbeit in einem sozial- und kommunikationskonstruktivistischen Ansatz kollektiver Identität. Politische Identität wird dabei als diskursiv hergestellte, wandelbare Vorstellung von Gemeinschaft verstanden, die in und durch mediale Kommunikation ausgehandelt wird. Medien werden nicht als bloße Abbildner gesellschaftlicher Wirklichkeit begriffen, sondern als zentrale Akteure der Bedeutungsproduktion.
Empirisch basiert die Studie auf einer qualitativen Frame-Analyse kosovarischer Medieninhalte. Analysiert werden mediale Frames zu politischer Geschichte, „Wir“- und „Sie“-Abgrenzungen, Staat und Institutionen, politischen und staatlichen Symbolen, territorialen Bezügen sowie politischen Zukunftsambitionen. Die methodische Kombination aus Framing-Ansatz und qualitativer Inhaltsanalyse ermöglicht eine systematische Rekonstruktion dominanter Deutungsmuster und kollektiver Sinnangebote.
Über den spezifischen Fall Kosovas hinaus leistet die Arbeit einen Beitrag zur medien- und politikwissenschaftlichen Identitätsforschung und entwickelt einen analytischen Ansatz, der auf andere nationale, mediale und gesellschaftliche Kontexte übertragbar ist.
Mediale Konstruktionen kollektiver politischer Identität
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 07. Februar 2027 |
| Maße | |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783658533465 |