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Karate und seine Philosophie in der Schule

Karate und seine Philosophie in der Schule

von Frank Stüdemann
Softcover - 9783640223275
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 2,0, Universität Rostock (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Philosophie im Rahmen der Erziehungswissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿Wie die polierte Oberfläche eines Spiegels alles wiederspiegelt, was davor steht und ein

ruhiges Tal auch leise Töne widerhallt, so soll der Karateschüler sein Bewusstsein von

Egoismus und Bosheit entleeren, damit er auf alles, was ihm begegnet richtig reagieren kann.

Das ist die Bedeutung von ¿Karä oder Leere im Karate.¿ Karate bedeutet nichts weiter als

¿mit leeren Händen¿. Doch bevor solche Weisheiten in Japan gelebt und niedergeschrieben

wurden, hatte Karate einen schweren Stand in Japan. Denn Karate an sich ist keine

urjapanische Kampfkunst. Die Basis aller uns heute bekannten asiatischen Kampfkünste liegt

weit in der Menschheitsgeschichte verborgen. Faktisch breitete sich jedoch ähnlich wie in

Europa, das durch die griechische Kultur einschlägig beeinflusst wurde, eine

Kampfkunstkultur aus. So hatten sich territorial und ethnisch verschieden Systeme und Stile

von Kampfkünsten in Ostasien herausgebildet. Jene heute näher zu bestimmen ist wegen der

fehlenden Schriftlichkeit beinahe unmöglich. Auf Okinawa reichen die Aufzeichnungen und

Überlieferungen nur bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück und liefern keine konkreten

Angaben über die Entstehung des Karate. Bekannt ist nur, dass es schon lange existierte.

Deshalb fast man diese frühen Formen unter dem Begriff Kempo zusammen. Diese frühen

Zweikampfformen kamen auch nach Okinawa, der größten Insel der Ryukyu- Inseln.

Teilsweise wurden sie von Händlern, teilweise von Flüchtigen und schließlich auch durch das

Militär fremder Aggressoren nach Okinawa mitgebracht. Jene Handelsbeziehungen bauten

sich vor allem um das 13. Jahrhundert auf, als sich das erste Königreich auf den Ryukyu-

Inseln formierte. In dieser Zeit unterschieden sich die Kampfkünste Japans und Okinawas

noch erheblich. In Japan lebte und formierte sich ein stark vom Feudalismus geprägte

Adelsgesellschaft. Auf Okinawa hingegen hatte dieser Prozess gerade erst begonnen. Durch

die großen Auseinandersetzungen innerhalb Japans flohen viele japanische Soldaten,

nachdem ihre Clans zerschlagen worden waren, in den Süden. Was sie dadurch den

Einwohnern der Ryukyu- Inseln brachten waren ihre Waffenkünste. Die wohl wichtigsten

unter denen waren der Schwertkampf, das Bogenschießen und der Lanzenkampf. Gerade

diese Einführung und das Bekenntnis zum chinesischen Kaisertum verschlechterten die

politische Position der Inseln. Denn dadurch begann der chinesisch- japanische Duellismus

auch auf Okinawa zu wachsen. [...]

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 12. Dezember 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 40 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640223275
Auflage 2. Auflage
Seiten 16

Schlagwörter