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Identitätsbildung, soziale Netzwerke und professionelle psychosoziale Versorgung

Identitätsbildung, soziale Netzwerke und professionelle psychosoziale Versorgung

von Thomas Meinhart
Softcover - 9783640591084
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 1,7, Hochschule München (Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die postmoderne westliche Gesellschaft ist geprägt durch die voranschreitende Erosion

lange gewachsener Bezugssysteme in denen Menschen leben und die ihnen helfen ihre

Identität angemessen und mehr oder weniger selbstbestimmt auf- und auszubauen, die

Unterstützung und Schutz bieten und weitgehend die Basis für ein Leben in der

Gesellschaft darstellen. Gerade in den Metropolen westlicher Gesellschaften, aber nicht

nur dort, zeichnet sich eine zunehmend stärkere Atomisierung und Individualisierung der

Gesellschaft ab. Eine zweischneidige Entwicklung. Eröffnen sich dem Individuum auf der

einen Seite Möglichkeiten die es vorher schlicht nicht hatte weil ihm beispielsweise der

Zugang zu bestimmten Systemen fehlte oder vorenthalten wurde, so wird dem Einzelnen

auf der anderen Seite mehr Eigenverantwortung für seine, häufig auf Mikroebene gar nicht

allein lösbaren, Probleme überantwortet.

Insbesondere in der Sozialpolitik aber auch in der Öffentlichkeit selbst wird der Ruf nach

mehr Eigenverantwortung der Bürger laut. Die Begrenztheit staatlicher Ressourcen wird

gebetsmühlenartig skandiert und die Stimmung gegenüber (wirtschaftlich) Benachteiligten

immer gereizter. Unterstrichen wird dieser Kreislauf durch die Forderung nach mehr

Leistung des Einzelnen, immer im Sinne der stets zu optimierenden Konkurrenzfähigkeit

im Zeitalter der Globalisierung. Die traditionell sozialstaatliche Unterstützung gerät unter

Druck.

Im Bereich der Sozialpolitik tobt seit langem ein bizarrer Diskurs in dem versucht wird

Verantwortung zunehmend an Systeme zurückzugeben die allenfalls noch nostalgischen

Wert haben, als Lebensentwürfe einer Minderheit zu sehen sind und als tragender Pfeiler

einer individualistisch dominierten Solidargemeinschaft sicher ungeeignet sind. So wird

beispielsweise der Widerspruch und die missliche Lage der sog. ¿Keimzelle der

Gesellschaft¿, der Familie, bei genauerem hinsehen mehr als deutlich. Familien sollen auf

der einen Seite zunehmend Verantwortung für ihre Mitglieder und deren soziale Notlagen

übernehmen (Kinder, Jugendliche, Alte, Kranke etc.). Auf der anderen Seite stellt die

klassische, jahrhundertelang gelebte und v.a. intergenerative Daseinsform der Familie seit

Jahrzehnten ein Auslaufmodell dar. Hinzu kommt ein kontinuierlicher Rückgang der

Geburten in westlichen Industrienationen sowie eine zunehmende Vergreisung der

Gesellschaften. Das Verhältnis zwischen Leistungsfähigen und Bedürftigen in diesen

Mikrosystemen steht auf dem Kopf.

Eine Auseinandersetzung

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 16. April 2010
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640591084
Auflage 3. Auflage
Seiten 28

Schlagwörter