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Beschreibung
Der österreichische Autor Robert Neumann (1897–1975) wurde Ende der 1920er Jahre mit zwei Parodie-Bänden kurz berühmt, bevor ihn Austrofaschismus und Nationalsozialismus ins englische Exil trieben. Als überaus produktiver Autor, der auf Englisch und Deutsch schrieb, verfasste er Dokumentationen über Waffenhändler und den Holocaust ebenso wie neusachliche Novellen, erfolgreiche Unterhaltungsliteratur und brisante politische Romane. Neumanns Werk fand in der Literaturwissenschaft bislang nur geringe Beachtung, nicht zuletzt, weil sich seine Texte der etablierten Erzählung der Nachkriegsliteraturgeschichte entziehen. Der Sammelband widmet sich diesem Desiderat erstmals systematisch. Er legt den Fokus auf Neumanns literarische Auseinandersetzung mit den Krisen und Konflikten des 20. Jahrhunderts – vom Börsenkrach über Nationalsozialismus und Stalinismus bis zum Kalten Krieg und den Spannungen der deutschen und österreichischen Nachkriegsgesellschaft.
Die Beiträge untersuchen Robert Neumann als politischen Autor und scharfsinnigen Beobachter des 20. Jahrhunderts und gehen der Frage nach, mit welchen literarischen Mitteln und ästhetischen Strategien er das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) jeweils zu erfassen und zu verarbeiten suchte.
Mit diesem Sammelband lässt sich Neumann zwar nicht nachträglich in den Kanon der österreichischen Literatur einschreiben, wohl aber vermag er, den Blick erneut auf einen zu Unrecht im Dunkeln verbliebenen Exilschriftsteller zu lenken, dessen Verbindung von literarischer Virtuosität und politischer Hellsichtigkeit bislang nur unzureichend gewürdigt worden ist, obwohl sein Romanwerk bis heute kaum etwas von seiner Eindringlichkeit verloren hat.
Das Werk Robert Neumanns im Zeitalter der Extreme
Details
| Verlag | Springer Berlin |
| Ersterscheinung | 11. November 2026 |
| Maße | 23.5 cm x 15.5 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783662739082 |