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Homosexuelle Opfer von staatlicher Verfolgung: Eine Analyse der Entstehung eines kollektiven Gedächtnisses

Homosexuelle Opfer von staatlicher Verfolgung: Eine Analyse der Entstehung eines kollektiven Gedächtnisses

von Dirk Sippmann
Softcover - 9783656212645
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Beschreibung

Masterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, Note: 1,3, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Mit den Schlagworten erinnern und Denkmal wird die zweite Thematik und zugleich ein Problembereich der Arbeit angesprochen. Neben dem Aspekt der Verfolgung von Homosexuellen ist das mittlerweile bei Historikern weitverbreitete Konzept der Erinnerungs- oder Gedenkkultur ein Schwerpunkt der folgenden Erörterung. Problematisch möchte ich diesen Aspekt deshalb nennen, da die Differenzierung einzelner theoretischer Konstrukte und Typologien sehr weit fortgeschritten ist. Die Dimension der Kategorie Erinnerung in den

Geisteswissenschaften ist heutzutage für den einzelnen Forscher fast nicht mehr überschaubar. Unter Historikern auf der ganzen Welt hat sich in den vergangenen Jahren vor allem die Gedächtnisproblematik zum Kernthema verschiedenster wissenschaftlicher Diskurse entwickelt. Es gibt Stimmen, die behaupten, dass mit dem Gedächtnis als Kategorie der Geschichtswissenschaften ein Sammelbegriff geschaffen wurde, hinter dem sich ¿eine unzumutbare

Homogenisierung höchst verschiedener Gegenstände¿ verberge. Andere

Autoren sind sogar der Ansicht, das Gedächtnis verdränge langfristig die Geschichtsschreibung. Im Bewusstsein, dass dieser Teilbereich der

geisteswissenschaftlichen Forschung nicht unumstritten ist, habe ich mich dazu entschieden, den Gedächtnis-Begriff als zweiten thematischen Schwerpunkt in meine Arbeit aufzunehmen. Auf den Terminus Gedächtnis, dessen Ausprägungen und theoretischen Typologien, wird im weiteren Verlauf näher eingegangen. An dieser Stelle soll eine grobe Begriffsbestimmung genügen: Generell wird

¿Erinnern als ein Prozess, Erinnerungen als dessen Ergebnis und Gedächtnis als eine Fähigkeit oder veränderliche Struktur¿ konzipiert. Das Gedächtnis ist dabei unbeobachtbar, Hypothesen über seine Beschaffenheit und Funktionsweisen lassen sich nur durch Beobachtung von Erinnerungsakten ableiten.

Analog zur Verfolgungsgeschichte wird auch hier möglichst nur auf

geschichtswissenschaftliche Perspektiven verwiesen. Auf eine genauere

Betrachtung der Rolle von Medien bei der Gedächtnis-Erzeugung wird

beispielsweise verzichtet. Der begrenzte Umfang dieser Masterarbeit lässt eine zu breit angelegte Konzeption nicht zu. Daher kann ich auch keine umfassende Darstellung aller gedächtnistheoretischen Überlegungen leisten.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 11. Juni 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.8 cm
Gewicht 169 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656212645
Auflage 4. Auflage
Seiten 108