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Hofmannsthals 'Chandosbrief' und Nietzsches Sprachreflexion

Hofmannsthals 'Chandosbrief' und Nietzsches Sprachreflexion

von Vivien Wolff
Softcover - 9783656053903
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Sonstiges, Note: 1,0, FernUniversität Hagen (Institut für neuere deutsche und europäische Literatur), Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel der vorliegenden Arbeit soll sein, die Sprachkonzeption des Chandosbriefes

den sprachkritischen Reflexionen Nietzsches gegenüberzustellen. Zu diesem

Zweck werden zunächst beide Sprachentwürfe aus den jeweiligen Schriften

expliziert und isoliert voneinander betrachtet, ehe der vergleichende Blick

Berührungspunkte und Differenzen aufzeigt.

Der erste Teil der Arbeit (Kapitel II) widmet sich den sprachphilosophischen

Überlegungen Nietzsches, wobei deutlich werden soll, dass sich bei ihm keine

Theorie der Sprache für sich genommen, sondern eher eine sprachkritische

Erkenntnistheorie finden lässt. Da Nietzsche die Sprache hauptsächlich im

Rahmen einer Metaphysikkritik, insbesondere einer Kritik des tradierten

Wahrheitsverständnisses behandelt, soll sich mit zentralen Begriffen, die

unerlässlich für das Verstehen seiner 'Sprachphilosophie' erscheinen, beschäftigt

werden.

Ausgehend von der Frage nach der Beziehung zwischen Wirklichkeit und Sprache

soll seine Sprachkonzeption aufgerollt und seine Begriffsbestimmungen von

'Metapher', 'Begriff', 'Wahrheit' und 'Erkenntnis' erläutert werden.

Als Beschäftigungsgrundlage wird die Abhandlung Über Wahrheit und Lüge im

aussermoralischen Sinn1 dienen, jedoch sollen an entsprechender Stelle auch

andere Schriften Nietzsches herangezogen werden.

Im nächsten Schritt (Kapitel III) wird die Sprachproblematik des Chandosbriefes,

der als das wirkungsreichste sprachskeptische Werk der Jahrhundertwende gilt,

beleuchtet.

Hierfür soll zunächst die Frage geklärt werden, welche Bedeutung dem

Adressaten, Francis Bacon, zukommt ¿ ist es doch sein Name, der mit dem

Beginn neuzeitlicher Sprachkritik in Verbindung gebracht wird.

Anschließend wird die Entwicklung ¿von der rauschhaft-trunkenen

Sprachbegeisterung des jungen Lord Chandos zu der ernüchterten

Sprachverzweiflung des Brief-Verfassers¿2 nachgezeichnet. Deutlich werden soll hierbei, dass die Verzweiflung Folge der Unmöglichkeit ist, sich weiterhin

sprachlich der Wirklichkeit zu bemächtigen, indem Einzelnes miteinander in

Beziehung gesetzt und unter Allgemeines subsumiert wird.

In diesem Lichte soll nun noch auf Chandos' Sehnsucht nach einer unmittelbaren,

neuen Sprache und auf seinen Entschluss hinsichtlich weiterer schriftstellerischer

Tätigkeit zu verstummen, eingegangen werden.

Den Abschluss wird eine kurze Betrachtung der formalen Gestaltkriterien des

Briefes bilden.

Ein Vergleich

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 14. November 2011
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 62 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656053903
Auflage 2. Auflage
Seiten 32