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Gleiche Situation, gleiche Gesprächsteilnehmerinnen - Eine erfolgreiche und eine gescheiterte Klatschinitiierung: Warum?

Gleiche Situation, gleiche Gesprächsteilnehmerinnen - Eine erfolgreiche und eine gescheiterte Klatschinitiierung: Warum?

von Sarah Pfeffer
Softcover - 9783640589814
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft, Note: 1,5, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Klatsch wird sozial geächtet, seine Anwendung wird als moralisch kontaminiert und die

Beschimpfung ¿Klatschbase¿ oder ¿Klatschweib¿ als soziale Diskredition empfunden.

Gleichzeitig wird im Alltag trotzdem geklatscht. Wer kennt sie nicht, die Situation:

¿Sag mal, hast Du auch schon gehört...¿ oder ¿Die Frau Müller hat letzte Woche ja...¿?

Bereits Aussagen wie diese implizieren, dass es klatschtypische Situationen,

Beziehungskonstellationen, Interaktionsabläufe, Themen, Instrumentarien, Initiierungen

und Beendigungen dieser Gespräche gibt, die die kommunkative Gattung Klatsch

innerhalb des kommunikativen Haushalts einer Gesellschaft beschreiben, definieren und

gegenüber anderen Gattungen abgrenzen (Luckmann 1988, 282). Luckmann bezeichnet

als kommunikative Gattung die routinisierte Antwort auf spezifische kommunikative

Probleme einer Gesellschaft: wie sollen bestimmte Ereignise, Themen oder

Sachverhalte intersubjektiv thematisiert, vermittelt und bewältigt werden und dies

erschwerend unter verschieden kontextuellen Bedingungen? Für bestimmte Probleme

existieren nach Luckmann deshalb strukturell relativ statische Lösungen, die zum

Beisipiel den Beteiligten Beziehungsmuster zuweisen, den Handlungsablauf

vorzeichnen und die Benutzung bestimmter kommunikativer Elemente und Instrumente

selektieren. Der kommunikative Haushalt wird von Luckmann als die Gesamtheit dieser

kommunikativen Gattungen innerhalb einer Gesellschaft bezeichnet.

Bisher wendeten sich wenige wissenschaftliche Untersuchungen dem Phänomen

Klatsch über die Frage zu, unter welchen Bedingungen und wie es als eine

kommunikative Gattung interaktiv generiert wird. Besonders Bergmann (1987) nähert

sich dem Klatsch jedoch unter Berücksichtigung dieser Aspekte und mithilfe

konversationsanalytischer Untersuchungen natürlicher Daten, nämlich transkribierter

Klatschgespräche. Um klatschtypische Merkmale zu bestimmen und zu überprüfen ist

es unter konversationsanalytischer Prämisse von basaler Notwendigkeit, natürliche

Daten zunächst zu gewinnen und diese auszuwerten, denn nur unter diesen

Bedingungen lassen sich zuverlässige und begründbare Aussagen über

klatschkonstituierende Elemente treffen.

Ziel dieser Arbeit ist es, ein Gespräch, von dem zunächst angenommen wird, dass es ein

Klatschgespräch ist, auf Merkmale des Klatschgesprächs hin konversationsanalytisch zu

untersuchen.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 13. April 2010
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 51 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640589814
Auflage 3. Auflage
Seiten 24

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