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Gewalt in Counter-Strike - Darstellungsweise, Kontext und Legitimation

Gewalt in Counter-Strike - Darstellungsweise, Kontext und Legitimation

von Jan Horak
Softcover - 9783640802739
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien, Note: 1,0, Universität Hamburg (Institut für Medien und Kommunikation), Veranstaltung: Grundlagen der Medien: Computer Game Studies, Sprache: Deutsch, Abstract: Spiegel Online berichtete am 27. Juni 2009 ausführlich und objektiv über den zehnten

Geburtstag des First-Person-Shooters COUNTER-STRIKE. Das ist bemerkenswert, steht

doch eben jenes Computerspiel seit Jahren immer wieder im Zentrum nicht unbedingt

sachlich geführter Debatten in Presse und Politik. Dies ist bevorzugt dann der Fall,

wenn es zu von jugendlichen Tätern ausgeübten Gewalttaten kommt, deren Motiv nicht

unbedingt sofort erkennbar ist. Die legitime und notwendige Suche nach den Ursachen

solcher Verbrechen wie dem Amoklauf von Erfurt im April 2002 oder dem von

Winnenden im März 2009 bestimmt meist wochenlang die öffentliche Diskussion.

Dabei ¿finden sich immer wieder die gleichen Argumentationsketten¿2: In den

Massenmedien wird in Ermangelung einer plausiblen Erklärung für die verübten

Grausamkeiten schnell die Vermutung geäußert, der Täter habe sicherlich gewalthaltige

Computerspiele besessen und als ¿Vorübung für die Tat¿ genutzt.3 Es lässt sich in der

Tat bei fast allen Gewalttätern eine Korrelation zwischen dem Besitz gewalthaltiger

Spiele und der Ausübung einer konkreten Gewalthandlung in der Realität beobachten,

dies ist aufgrund der hohen Popularität von First-Person-Shootern vor allem bei

männlichen Jugendlichen allerdings kaum verwunderlich. In den Medien wird diese

Korrelation in der Regel jedoch als eindeutiger Kausalzusammenhang aufgefasst und

entsprechend kommuniziert. Besonders COUNTER-STRIKE wurde auf diese Weise nach

dem Amoklauf von Erfurt ¿ein Synonym für gewaltverherrlichende [sic!]

Computerspiele¿4, zudem wurden massiv falsche Aussagen über die im Spiel

dargestellten Gewalthandlungen getroffen. So schrieb beispielsweise das Hamburger

Abendblatt am 29. April 2002 über das Waffenarsenal in COUNTER-STRIKE, ¿am

begehrtesten [seien] Pumpguns, denn die bringen die meisten Punkte¿. Zumindest

einen Mangel an Fantasie bei der Formulierung möglichst martialisch klingenderBehauptungen kann man dem verantwortlichen Redakteur sicherlich nicht vorwerfen.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 18. Januar 2011
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 62 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640802739
Auflage 3. Auflage
Seiten 32