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Getreide und Salz - Der Versorgungsstandard thüringischer Lande im späten Mittelalter

Getreide und Salz - Der Versorgungsstandard thüringischer Lande im späten Mittelalter

von Cosima Göpfert
Softcover - 9783656151975
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Historisches Institut ), Veranstaltung: Das spätmittelalterliche Thüringen im System des überregionalen Handels und Verkehrs, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einführung

Die allgemeine Weltanschauung des späten Mittelalters war von vielfältigen Ängsten geprägt.

Solche bezogen sich etwa auf Kriege und Seuchen, doch gab es da auch eine stetig

präsente Bedrohung durch Hungersnöte. Im Gegensatz zum frühen und hohen Mittelalter

bedeutete sodann im Spätmittelalter die Folge von Nahrungsknappheit und Hunger keine

unweigerliche Verbindung mit der Sterblichkeit mehr. Aufgrund einer besseren Vernetzung

und Versorgung durch die Landesherren beschränkten sich deren Folgen eher auf Teuerung

der Grundnahrungsmittel und folglich auf eine allgemeine gesundheitliche Schwächung

des Volkes ¿ ein enormer Fortschritt, der den Ausgang zu unserer heutigen Situation von

Überernährung bildete. Wie eng die Ernährung der Bevölkerung mit der Entwicklung einer

Kultur in Zusammenhang steht, kann man etwa am Tempo und der Dichte der Besiedlung

einer Region erkennen. Dies spiegelt sich im Laufe der Jahrhunderte auch auf geisteswissenschaftlicher

Ebene wider oder findet seinen Ausdruck in besonderer Aufbruchstimmung,

Forschungsdrang und verschiedenen Künsten. Welch schlimme Auswirkungen eine Hungersnot

hingegen mit sich bringt und brachte, wird beispielsweise in Berichten früh- und

hochmittelalterlicher Chronisten erzählt, wie etwa von Massensterben, sogar mit Hinweisen

auf Kannibalismus. Eine bis heute geltende Erkenntnis lautet: Hunger fördert ¿die Auflösung

aller menschlicher Bindungen.¿

In dieser Arbeit möchte ich weniger auf das Hervorbringen geistiger Größen oder

extremer Folgen des Hungers eingehen, sondern vielmehr die allgemeine Ernährungs- und

Beschaffungssituation des spätmittelalterlichen Volkes untersuchen, bezogen auf die beiden

wichtigsten Grundnahrungsmittel Getreide und Salz und deren Vertrieb im thüringischen

Raum. Außerdem werden in dieser Ausarbeitung die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen

Entwicklungen diskutiert werden.

Getreide als Lieferant des für den Menschen schnell und effektiv verwertbaren Nährstoffs, der Kohlenhydrate, ist wie das Salz nicht aus der Ernährungsgeschichte wegzudenken. Es bedarf der Kultivierung der Sorten, landwirtschaftlichen Wissens und nicht zuletzt geeigneter Klima- und Bodenbedingungen. Das Salz wiederum, ein lebenswichtiges Mineral, ist

zwar in fleischlicher Kost enthalten, jedoch nicht in ausreichendem Maße. Der menschliche

Bedarf wurde schon gar nicht mit den wenigen Fleischmalzeiten abgedeckt, die der spätmittelalterlichen

Bevölkerung zur Verfügung standen.

...

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 19. März 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656151975
Auflage 3. Auflage
Seiten 28

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