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Beschreibung
Dieser Band macht deutlich, daß Horkheimer während seiner Frankfurter Jahre eine Art geistiger Doppelexistenz führte: sein Denken bildete gleichsam eine öffentliche und eine private Seite aus, die er erst später im Entwurf einer Kritischen Theorie zu vermitteln vermochte. Mit seiner Dissertation (1922) und der Habilitationsschrift (1925) – beide über Kant – hatte er noch durchaus Anteil am Betrieb der Schulphilosophie; diese Schriften verraten Einflüsse der Gestaltspsychologie und erste Zweifel am Herrschaftsanspruch der Naturwissenschaften. Die Abhandlung ›Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie‹ (1930) entstand dann bereits nach Horkheimers Wendung zum Materialismus und ist sein erster veröffentlichter Beitrag zu einer materialistischen Philosophiegeschichte. Zu welch weitreichenden politischen und persönlichen Konsequenzen ihn seine intellektuelle Entwicklung führte, verraten diese universitären Schriften jedoch kaum; dies wird erst deutlich in den sozialkritischen Notizen ›Dämmerung‹. Hier wird die traditionelle akademische durch eine im weiteren Sinne schriftstellerische Arbeit überschritten. Horkheimer findet zu einer aphoristischen Denkform, die er dann in den Notizen des Spätwerks wieder aufnehmen und vielfach variieren sollte. Warnhinweis bzgl. Taschenbuch: nicht erforderlich.
Band 2: Philosophische Frühschriften 1922-1932
Details
| Verlag | FISCHER Taschenbuch |
| Ersterscheinung | 01. November 1987 |
| Maße | 19.1 cm x 12.6 cm x 3 cm |
| Gewicht | 363 Gramm |
| Format | Taschenbuch |
| ISBN-13 | 9783596273768 |
| Auflage | 3. Auflage |
| Seiten | 472 |