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Beschreibung
Die vorliegende Studie stellt anhand von 26 exemplarisch ausgewählten Biografien das Schicksal von gefluchteten und vertriebenen Apothekerinnen und Apothekern, vereinzelt aber auch von Vorexaminierten und Apothekerassistentinnen sowie deren Angehörigen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten im Umfeld des Zweiten Weltkrieg vor.
Gestützt auf ein außergewöhnlich umfangreiches und in vielen Teilen neu erschlossenes Quellenmaterial, das der Apotheker Jochen Schröder (1956-2022) in über acht Jahren aus Archiven, Museen und vielen unterschiedlichen Privatarchiven sowie durch Befragung von über hundert Zeitzeugen und deren Nachkommen zusammengetragen hat. wird ein vielschichtiges und authentisches Bild des Apothekenwesens und der Lebenssituation von Apothekerinnen und Apothekern in den ehemaligen deutschen Provinzen Ostpreußen, „Ostbrandenburg", Pommern, Schlesien und dem Sudetenland vor 1945, von ihrer Flucht oder Vertreibung aus der alten Heimat in den Jahren 1945/46 sowie von ihrem mehr oder minder gelungenem Neuanfang in den jeweiligen alliierten Besatzungszonen gezeichnet
Damit liefert diese Kollektivbiografie einen wichtigen Beitrag zu einem bislang innerhalb der pharmaziehistorischen Forschung häufig nur punktuell bearbeiteten und selbst heute immer noch emotionalen bzw. kontroversen Thema Zum anderen ergänzt sie bisher vorliegende Lebensbeschreibungen von renommierten Pharmaziehistorikern und Standespolitikern wie Dr Wilhelm Brachmann (1900-1987), Prof. Dr. Georg Edmund Dann (1898-1979), Dr. Waldemar E. Dorda (1902-1982), Dr Werner Luckenbach (1900-1982) oder Prof. Dr. Johannes Valentin (1884-1959) um wichtige Aspekte ihres Schicksals im Umfeld des Zweiten Weltkrieges.
Damit dürfte die vorliegende Studie nicht nur für die Nachkommen geflüchteter und vertriebener Apothekerinnen und Apotheker sowie Pharmaziehistoriker. sondern auch für andere geschichtlich Interessierte und für junge Berufskolleginnen und -kollegen von Interesse sein.
Aus dem Inhalt:
Historische, (gesundheits-)politische, wirtschaftliche Situation in den ehemaligen ostdeutschen Provinzen und dem Sudetenland vor 1945; Wege und Umstände der Flucht und Vertreibung deutschstämmiger Apothekerinnen und Apotheker; Verteilung und Integration / Neuanfang der geflüchteten und vertriebenen Apothekerfamilien in den Besatzungszonen; (Selbst-)Organisation der geflüchteten und vertriebenen Apothekerinnen und Apotheker, Aufnahmekonzepte für Flüchtlinge und Vertriebene sowie Organisation des Apothekenwesens in den jeweiligen Besatzungszonen; Biografien verschiedener Apothekerinnen und Apothekern aus den ehemaligen Provinzen Ostpreußen. „Ostbrandenburg", Pommern und Schlesien sowie aus dem Sudetenland; Schicksale renommierter Pharmaziehistoriker und standespolitisch engagierter Apotheker
Interessenten:
Pharmazie-, Medizin-, Allgemein- und Regionalhistoriker, Apotheker, von Flucht und Vertreibung Betroffene und ihre Nachkommen, Angehörige von Vertriebenenverbänden.
Schicksale von Apothekerinnen und Apotheker im Umfeld des zweiten Weltkrieges
Details
| Verlag | Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft |
| Ersterscheinung | 23. Juni 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783804746619 |
| Auflage | Mit einem Geleitwort von Christoph Friedrich |
| Seiten | 400 |