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Eine neue (E)ra?

Eine neue (E)ra?

von Dominik Heck
Softcover - 9783656172406
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 1,7, Ruhr-Universität Bochum (Fakultät für Sozialwissenschaft), Veranstaltung: Lohn und Leistung, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Ende der 1980er Jahre liegen neue Produktionskonzepte in der deutschen Industrie im

Trend. Im Hinblick auf Steigerungen im Bereich der Produktivität gelten innovative Formen

der Arbeitsorganisationen wie Gruppenarbeit oder Rotationssysteme nach dem Vorbild Japans

als viel versprechend und werden daher von einer immer größeren Zahl von Unternehmen

implementiert. Damit geht ein Bedeutungsverlust des die industrielle Produktion lange Zeit

prägenden taylorristischen Konzeptes der wissenschaftlichen Betriebsführung einher, welches

Prinzipien wie extreme Arbeitsteilung sowie die strikte Trennung von Hand- und Kopfarbeit

vorsieht.

Dieser Wandel ist für die Mitarbeiter solcher im Umbruch befindlichen Unternehmen mit

erheblichen Veränderungsprozessen in Bezug auf die an sie gestellten Erwartungen und

Anforderungen verbunden. Faktoren wie Verantwortungsbewusstsein und Kooperations- und

Kommunikationsfähigkeiten gewinnen auch im gewerblichen Bereich mehr und mehr an

Bedeutung, während ¿Tugenden¿ im taylorristischen Sinne (beispielsweise Schnelligkeit)

zwar nach wie vor wichtig, jedoch nicht das alleinige Kriterium für beruflichen Erfolg oder

Misserfolg in der Industrie darstellen.

Vor dem Hintergrund einer voranschreitenden Globalisierung und damit verbundenem

Konkurrenzdruck werden diese Entwicklungen noch beschleunigt. Weiterqualifizierung und

¿soft skills¿ sind auch für die in unteren Ebenen der Industrie tätigen Mitarbeiter längst keine

Fremdwörter mehr.

Im Zuge der Implementierung neuer Formen der Arbeitsorganisation haben sich Unternehmen

nicht selten mit Widerständen aus der Belegschaft auseinanderzusetzen. Der Abbau von

teilweise jahrzehntelang gewachsen Strukturen und Hierarchien, sich mehr und mehr

verändernden Anforderungsprofilen sowie die Forderung nach einer größeren Flexibilität

schaffen Unsicherheiten bei den Arbeitnehmern.

Als ein entscheidendes Hindernis bei derartigen Umstrukturierungsprozessen haben sich die

unzeitgemäßen Entlohnungssysteme auf der Basis des deutschen Tarifwesens erwiesen. Das

in seinen Grundzügen seit der Nachkriegszeit unveränderte System orientiert sich stark an

tayloristischen Arbeitsstrukturen, was sich unter anderem in der strikten Unterscheidung

zwischen Arbeitern und Angestellten und damit auch in Einkommensunterschieden

manifestiert. In Zeiten zunehmender Verwischung von Tätigkeitsprofilen ist eine solche

Differenzierung als nicht länger tragfähig zu bewerten.

Grundzüge der neuen Entgeltrahmentarifverträge

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 18. April 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 51 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656172406
Auflage 2. Auflage
Seiten 24

Schlagwörter