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Die Theorie der "weiblichen Moral" von Carol Gilligan - Wissenschaftliches Konstrukt oder feministische Parole?

Die Theorie der "weiblichen Moral" von Carol Gilligan - Wissenschaftliches Konstrukt oder feministische Parole?

von Michaela Walther
Softcover - 9783640348244
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 2,0, Universität Augsburg, Veranstaltung: Moralentwicklung und prosoziales Verhalten, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es¿ ¿ diese Parole aus dem Werk

¿Le deuxième sexe¿ von Simone de Beauvoir hatte sich Ende der 1960er Jahre der

Feminismus auf seine Fahnen geschrieben. Frauen wollten nicht länger an der

Norm ¿Mann¿ gemessen werden sondern stellten die Forderung nach mehr

Freiheit und einer von weiblichem Einfluss geprägten, grundlegenden

Veränderungen des gesellschaftlichen Normen- und Wertesystems, (Vgl. Der

Brockhaus-Enzyklopädie 1988, Band 7, S. 188).

Zahlreiche populärwissenschaftliche Autoren erkannten die Brisanz aber auch die

Verkaufswirksamkeit der Geschlechterthematik und drängten wenige Jahre später

mit ihren ¿Geschlechterbibeln¿ auf die Bestsellerlisten. Männer die vom Mars

waren und Frauen von der Venus1 sollten plötzlich die Erklärung sein für die

Ungleichheit von Mann und Frau und den daraus erwachsenden Konsequenzen.

Doch auch seriöse Wissenschaftler setzten sich in der so genannten

¿Frauenforschung¿ mit der Ungleichheit von Mann und Frau auseinander.

Eine Vertreterin dieser Forschungsrichtung ist die 1936 geborene USAmerikanerin

Carol Gilligan. Die ehemalige Schülerin Erik Eriksons und

damalige wissenschaftliche Mitarbeiterin von Lawrence Kohlberg stellte im

Zusammenhang mit ihrer Mitarbeit an den Moralstudien Kohlbergs die These auf,

das Frauen und Männer unterschiedliche Arten von moralischem Denken

praktizieren und setzte sich damit klar von den Forschungsergebnissen Kohlbergs

ab, schuf hiermit das Konstrukt einer ¿anderen¿ Moral ¿ einer ¿weiblichen¿ Moral.

Zur eingehenden Beleuchtung des Konstruktes der ¿weiblichen Moral¿ ist es

zunächst erforderlich, eine Begriffsklärung vorzunehmen: Was meint Moral

überhaupt? Anschließend soll auf die Arbeit Lawrence Kohlbergs zur moralischen

Entwicklung eingegangen werden. Dies stellt die notwendige Basis dar, um

Gilligans Gedankenkonstrukt erfassen zu können - setzt Gilligan ihre Kritik und die Forderung nach der Notwendigkeit einer den Frauen eigenen moralischen

Denkweise schließlich hauptsächlich hiervon ab. Was exakt Gilligan unter ihrer

Idee von einer ¿weiblichen Moral¿ versteht und inwiefern eine mögliche

Zweigeschlechtlichkeit der Moral tatsächlich wissenschaftlich belegbar ist, soll im

Anschluss daran gezeigt werden.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 25. Juli 2016
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 51 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640348244
Auflage 1. Auflage
Seiten 24

Schlagwörter

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