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Die Stalinisierung der SED

Die Stalinisierung der SED

von Harold Hurwitz
Softcover - 9783531127729
54,99 €
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Beschreibung

Die Stalinisierung der SED begann nicht, wie oft angenommen, im Jahre 1948 als Reaktion auf den Kalten Krieg. Freiräume zum relativ offenen Diskurs in den paritätisch besetzten Führungsgremien wurden in einem komplexen Vier-Phasen-Prozeß zuerst eingeschränkt, dann schrittweise eliminiert. Die Parteiführung verließ sich immer mehr auf zentral gesteuerte Disziplinierungs- und Gleichschaltungsmaßnahmen, nachdem ab Herbst 1946 zunehmend erkennbar wurde, daß die SED als "Russenpartei" in der Sowjetzone freie Wahlen nicht gewinnen würde und sich die "Einheitspartei" mit andauernden Fraktionskämpfen, Resignation und Passivität an der Basis in einer Krise befand. Der "internationale Klassenkampf" beschleunigte den Stalinisierungsprozeß. Neun Monate vor der erklärten Wandlung zur "Partei neuen Typs" war der Weg dahin organisatorisch und ideologisch bereits beschritten. All das geschah nicht ohne Stunden der Wahrheit und Momente der Abwehr seitens derer aus beiden Lagern, die sich einen demokratischen Neubeginn mit der SED erhofft hatten.

"(...) Mit seinem Buch leistet Hurwitz selbst einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung, weil er darin mit wissenschaftlich differenzierter Sicht die Anfänge und Veränderungen der SED erhellt."

Die Zeit, 25.07.1997

Zum Verlust von Freiräumen und sozialdemokratischer Identität in den Vorständen 1946–1949

Details

Verlag VS Verlag für Sozialwissenschaften
Ersterscheinung 01. Februar 1997
Maße 23.5 cm x 15.5 cm
Gewicht 779 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783531127729
Auflage 1997
Seiten 514