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Die Novellierung des Melderechts in Deutschland unter Betrachtung des Datenschutz- und Verfassungsrechts

Die Novellierung des Melderechts in Deutschland unter Betrachtung des Datenschutz- und Verfassungsrechts

von Betty Lange
Softcover - 9783656391340
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Jura - Datenschutz, , Sprache: Deutsch, Abstract: Es gibt in Deutschland 16 verschiedene Melderechte, das soll vereinheitlicht werden - so

sieht es die am 01. September 2006 in Kraft getretene Föderalismusreform vor. Wonach

die Verteilung der Zuständigkeiten im deutschen kooperativen Föderalismus administrativ,

nicht dual, geregelt ist. Die meisten Politikbereiche unterliegen einer konkurrierenden

Gesetzgebung von Bund und Ländern. Bis dahin hieß das, der Bund gestaltet die

Rahmenbedingungen, die Länder ergänzen sie mit eigenen Gesetzen; vor allem aber sind

sie Träger der staatlichen Verwaltung. Die Schwierigkeit besteht bei einem solchen

Staatsaufbau darin, die Detailtiefe der zentralen Entscheidungen so zu begrenzen, dass auf

der Ebene der Gliedstaaten, also der Länder, genügend Spielraum für eigene

Entscheidungen und Gesetze besteht.

Als der Bundestag das neue Melderechtsgesetz beschloss, saßen im Plenum kaum

Abgeordnete, denn zu dieser Zeit lief das EM-Halbfinalspiel Deutschland¿Italien.

Es ist der Abend des 28. Juni, die 187. Sitzung des Bundestages. Als um 20.45 Uhr das Spiel

Deutschland gegen Italien angepfiffen wird, sind fast alle Abgeordneten-Stühle leer - und

auch die breite Öffentlichkeit dürfte sich eher für Fußball als für eine Bundestagssitzung

interessiert haben.

Die Abstimmung über den Tagesordnungspunkt 21 ¿Fortentwicklung des Meldewesens¿

dauerte gerade einmal 57 Sekunden.

Nicht nur der gewählte Zeitpunkt für die Abstimmung über das neue Meldegesetz,

sondern auch die kurzfristigen Änderungen wesentlicher Punkte des Entwurfs durch die

Regierungskoalition, ohne weitere Aussprache im Parlament, scheinen verdächtig. Es

wurde nämlich im letzten Augenblick noch verändert, fortan sollen Meldeämter

Adressdaten an Dritte weitergeben dürfen ¿ profitieren sollen Inkassobüros, Werbefirmen

und sonstige Unternehmen, die Adressen kaufen. Dadurch wurde eine

verbraucherfreundliche Zustimmungsregelung für die Weitergabe von persönlichen

Angaben an Adresshändler und Werbefirmen im letzten Moment aus dem Gesetzestext

herausgestrichen. Mit dem jetzt kritisierten Gesetz sollen das bislang geltende Melderechtsrahmengesetz

und die jeweiligen Ländermeldegesetze zusammengefasst werden. In Kraft treten soll das

Gesetz am 1. November 2014. Dafür muss allerdings auch noch der Bundesrat zustimmen.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 15. März 2013
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656391340
Auflage 2. Auflage
Seiten 28