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Beschreibung
Gustav Mahler war für die Neue Welt nicht bestimmt.
Im Dezember 1907 gehen Gustav und Alma Mahler in New York von Bord. Vor ihm liegen Jahre an der Metropolitan Opera und bei der New York Philharmonic Society – ein Betrieb, der anderen Regeln folgt als die Wiener Hofoper. Joseph Horowitz erzählt diese letzten dreieinhalb Jahre als dokumentarischen Roman: aus Briefen, Tagebüchern und Kritiken, verdichtet zu Szenen, inneren Stimmen und Dialogen.
Da ist der Impresario Heinrich Conried, da sind Mary Sheldon und Minnie Untermyer, Mäzeninnen mit eigenen Vorstellungen davon, wem ein Orchester gehört. Da ist Henry Edward Krehbiel, Doyen der New Yorker Kritik, der Mahlers Eingriffe in Beethoven und Schubert bekämpft und ihn an Anton Seidl misst. Und da ist Alma, zwanzig Jahre jünger, deren Komponieren ein Brautbrief beendet hat und die sich als Pflegerin eines Genies wiederfindet. Der Sommer 1910 in Toblach, ein Gespräch mit Sigmund Freud in Leiden, die Uraufführung der Achten Symphonie in München: Horowitz folgt beiden Lebenslinien, der öffentlichen und der privaten, bis sie sich kaum noch trennen lassen.
Ein Nachwort ordnet die Jahre musikhistorisch ein – Mahlers Klangbild, die New Yorker Presse, Seidl und Antonín Dvořák, die Frage nach einer demokratischen Musikkultur.
Ein historischer Roman, der die Mahler-Legende beim Wort nimmt und gegen die Quellen prüft, mit Sinn für Widerspruch statt Verklärung.
Roman
Details
| Verlag | Wolke Verlag |
| Ersterscheinung | 01. März 2024 |
| Maße | 22 cm x 15 cm |
| Gewicht | 600 Gramm |
| Format | Buch |
| ISBN-13 | 9783955932640 |
| Seiten | 256 |