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Beschreibung
Die Heidelberger Versammlung, die am 5. März 1848 im Gasthaus Badischer Hof zusammentrat, bereitete den Weg zur Einrichtung einer Nationalvertretung in Deutschland. Angestoßen durch die Februarrevolution 1848, in der das französische Königtum endgültig beseitigt wurde, kam es im März 1848 in Teilen Europas zu revolutionären Unruhen. Die Teilnehmer der Heidelberger Versammlung plädierten stattdessen entschieden für einen parlamentarischen Weg im Deutschen Bund, wie er wenige Wochen später durch die Einrichtung des Frankfurter Paulskirchenparlaments realisiert wurde. 51 Männer, zumeist Mitglieder süddeutscher Ständeversammlungen, unterzeichneten einstimmig eine Erklärung mit folgenden Zielen: keine deutsche Einmischung in Angelegenheiten eines Nachbarlands, kein Bündnis mit Russland, schleunigste Einsetzung einer nach Volkszahl gewählten und damit repräsentativen Nationalvertretung als Schutzwall für das „deutsche Vaterland und die Throne", Akzeptanz der Besonderheit und die Selbstverwaltung der einzelnen Länder. Zur Realisierung dieses parlamentarischen Wegs wurden sieben Männer bestimmt, um die Einrichtung der Nationalvertretung vorzubereiten. In mehreren Biografien der 51 Teilnehmer spiegeln sich das spätere Scheitern des Parlamentarismus in Deutschland und der Triumph der monarchischen Repression.
Die Essays dieses Buchs würdigen die Bedeutung der Heidelberger Versammlung als Wiege des Parlamentarismus in Deutschland aus den Perspektiven von Geschichts-, Rechts- und Politikwissenschaft. Abgedruckt werden zudem zentrale Quellen sowie Kurzbiographien aller Teilnehmer der Heidelberger Versammlung. Der Band ist mit zahlreichen historischen Abbildungen aus Archiven, Bibliotheken und Museen illustriert.
Wiege des Parlamentarismus in Deutschland
Details
| Verlag | Mohr Siebeck |
| Ersterscheinung | 30. September 2026 |
| Maße | 23.2 cm x 15.5 cm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783162005656 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Seiten | 204 |