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Die feindlichen Brüder im Kampf gegen die väterliche Autorität in Schillers "Die Räuber"

Die feindlichen Brüder im Kampf gegen die väterliche Autorität in Schillers "Die Räuber"

von Nina Jeanette Hofferberth
Softcover - 9783656369936
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für deutsche Sprache und Literatur II), Sprache: Deutsch, Abstract: Friedrich Schiller (1759-1805) gilt als der große deutsche Dramatiker der Klassik, der

¿deutsche Shakespeare¿, der in seinen Dramen das Subjekt in tragischer Zerrissenheit mit

Geschichte und Weltpolitik betrachtet. Schiller stammt von einem alteingesessenen,

schwäbischen Bauern- und Bürgertum ab. Geboren ist er in Marbach am Neckar,

aufgewachsen als zweites von insgesamt fünf Kindern mit einer frommen Mutter und

einem soldatisch strengen Vater in Lorch und Ludwigsburg. Sein erster Berufswunsch war

Pfarrer.

Aus dem Erlebnis der Freundschaft und einem ¿glühenden Freiheitswillen¿ heraus

entstand das erste Drama: Die Räuber (1781). Das Stück spielt Mitte des 18. Jahrhunderts

und erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. anderthalb Jahren. Dem Mannheimer

Theaterdirektor von Dalberg schien der revolutionäre Gehalt des Stücks so gefährlich, so

dass er es in die Zeit um 1495 verlegte und die Schauspieler in Ritterkostümen auftreten

ließ. Das Stück wurde ein großer Erfolg ¿ wegen der großen Gefühle, die hier gezeigt

wurden. Hinderer sieht Schillers Erstlingswerk als Wiederspiegelung der problematischen

Erfahrungen Schillers in der Karlsschulzeit.

Die Räuber gelten als ein Drama des Sturm und Drang, insbesondere wegen der typischen

Motive ¿ feindliche Brüder, Autorität des Vaters ¿ und der wilden, kraftvollen,

pathetischen Sprache. Der Sturm und Drang wird heute als späte Phase der Aufklärung

gesehen, die vom Philosophen Immanuel Kant und dem Dichter Gotthold E. Lessing

entscheidend geprägt wurde: Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, statt sich

auf Autoritäten zu berufen (Kant), und allmähliche Befreiung des Bürgertums vom Adel

(Lessing, z.B. in Emilia Galotti) gelten als großartige Strömungen der Aufklärung. Darauf

baut man im Sturm und Drang auf, verzichtet auf die Überbetonung des Verstands und

fordert die Macht des Gefühls. Dem Verstand (Franz) werden Herz, Gefühl, Ahnung und

Trieb (Karl) gegenübergestellt.

Die tragischen Helden der Epoche müssen feststellen, ¿dass ihr innerer Drang, die Welt im Sinne größerer Menschlichkeit und

Gerechtigkeit zu verändern, im praktischen Leben scheitern muss.¿ Der Idealist Karl und der Materialist Franz in den Räubern begehren beide gegen die

väterliche Autorität auf, sie streben nach totaler Freiheit und scheitern beide. Die beiden

ungleichen Brüder sollen im Folgenden auf ihre Beziehung mit dem Vater untersucht

werden, da beide durch den Verlust des Vaters (physisch bzw. emotional gesehen) geprägt

werden.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 09. Februar 2013
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 62 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656369936
Auflage 3. Auflage
Seiten 32

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