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Die Europäische Gesellschaft

Die Europäische Gesellschaft

von Artur Wieczorek
Softcover - 9783640638390
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich BWL - Allgemeines, Note: 1,3, Fachhochschule Regensburg (Fachbereich Betriebswirtschaft), Veranstaltung: Europäisches Wirtschaftsrecht, Sprache: Deutsch, Abstract: A. Begriff und Idee

Bei der Europäischen Gesellschaft (abgekürzt SE, vom lateinischen ¿societas europaeä) handelt es sich um eine supranationale Rechtsform für gemeinschaftsrechtliche Kapitalgesellschaften auf europäischem Terrain. In diesem Kontext ist unter einer Gesellschaft eine privatrechtliche Personenvereinigung

zu verstehen. Angesichts der weltweiten Globalisierung und Harmonisierung der

Europäischen Union (EU) wird die Notwendigkeit zur Schaffung eines

einheitlichen europäischen Marktes gesehen.2 Daher soll den europaweit

tätigen Unternehmen mit der Gründungsform der SE die Möglichkeit gegeben

werden, in der Zukunft mit nur einer Gesellschaft an Stelle einer komplizierten

Konzernstruktur zu operieren.3 Bislang war dies ausschließlich über ein weit

verzweigtes Netz von Holding- und Tochtergesellschaften möglich, die in den

einzelnen Mitgliedstaaten (MS) nach dem dort geltenden Gesellschaftsrecht

niedergelassen sind.4 Diese Netzstrukturen belasten die Unternehmen durch

zusätzliche Managementebenen mit direkten (Koordinations-) Kosten

gravierend und vermindern indirekt die Effizienz.5 Schließlich sollen die

Unternehmen von rechtlichen, steuerlichen und psychologischen Schwierigkeiten,

die mit der Niederlassung in anderen Staat nun mal vorhanden sind,

entlastet werden.6

B. Historische Entwicklung

Die Idee zur Schaffung einer vom nationalen Recht unabhängigen

europäischen Gesellschaft entstand bereits Mitte des 20. Jahrhunderts. Der

französische Notar Thibièrge trug im Jahre 1959 entsprechende Überlegungen

auf dem Kongress des französischen Notariats vor.7 Ein erster

Kodifikationsentwurf wurde im Jahre 19708 unter Leitung des Rotterdamer

Handelsrechtlers Sanders dem Ministerrat vor...

1 vgl. Eisenhardt, Gesellschaftsrecht, 11. Auflage, München 2003.

2 vgl. Kolvenbach, Neue Initiative zur Weiterentwicklung des Europäischen

Gesellschaftsrechts? EuZW 1996, S. 229, linke Spalte.

3 vgl. Thoma / Leuering, Die Europäische Aktiengesellschaft ¿ Societas Europaea -, NJW

2002, S. 1450, linke Spalte.

4 vgl. Habersack, Europäisches Gesellschaftsrecht, 3. Auflage, München 2005, stets S. 404 ff,

Rn. 4.

5 vgl. Hopt, Europäisches Gesellschaftsrecht ¿ Krise und neue Anläufe, ZIP 1998, S. 100, linke

Spalte.

6 Erwägungsgrund 3 der Verordnung über das Statut der Europäischen Gesellschaft

7 vgl. Thibièrge, Le statut des sociétés étrangères, 57ème congrès des notaires de France tenu

à Tours 1959, Paris 1959, S. 270 ff, 360 ff .

8 ABl. C 124/1 v. 10.10.1970.

- 5 -

1975.9

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 11. Juni 2010
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 45 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640638390
Auflage 2. Auflage
Seiten 20