Die Eingeladenen – Mercury 17 Sie dachten, sie wären Gäste. Sie waren die Eingeladenen. Atacama-Wüste, 2058. In einer klaren Nacht entdeckt der Astronom Juri Prochnew einen Planeten, der alles hat, was die überhitzte, übervölkerte Erde verloren hat: Wasser, Sauerstoff, Wälder, die mit den Jahreszeiten ihre Farbe wechseln. Mercury 17, zweiundvierzig Lichtjahre entfernt. Doch im Licht dieser Welt verbirgt sich ein Muster. Als Prochnew es hörbar macht, vernimmt er ein Summen. Tief, vielstimmig, wie ein Chor ohne Worte. In derselben Nacht träumt er zum ersten Mal von einem violetten Himmel. Wenig später bringt er Gleichungen zu Papier, die der Menschheit die Tür zu den Sternen öffnen: Zeitspalten, Abkürzungen durch das Universum. Die stabilsten von ihnen führen alle in dieselbe Richtung. 2067 landet das Raumschiff Emperor mit dreißig Menschen auf Mercury 17. Expeditionsleiter James Fryer, der nie irgendwo angekommen ist. Sicherheitschef Tom Saints, der niemandem traut. Die Ärztin Marie Karnewa, die ein Geheimnis hütet. Die Botanikerin Monika Goldberg, der Geologe Harry Müller, der Psychologe Viktor Lessing mit seinen versiegelten Befehlen und T.LA 65, eine Maschine, die zum ersten Mal etwas fühlt, für das sie keinen Namen hat. Was sie finden, übertrifft jeden Traum. Einen Boden, der unter ihren Füßen atmet. Quellwasser, das Wunden schließt und die Uhr des Lebens zurückdreht. Silberne Tiere, die sich reiten lassen, ein leuchtendes Meer aus Blumen und stille Wesen mit goldenen Augen, die ihnen Bilder direkt in den Kopf legen. Ein Paradies. Doch seit der ersten Zeitspalte träumen alle denselben Traum. Wer vom Wasser trinkt, hört das Summen lauter und will mehr. In einer Höhle finden sie eine uralte Sternkarte, in der auch unsere Sonne eingezeichnet ist. Am Grund des Ozeans leuchtet eine Stadt. Und dann trifft die Nachricht ein, dass die Erde brennt. Während ein Kolonieschiff mit hundertfünfzig Überlebenden auf Mercury 17 zuhält, begreift die Crew Stück für Stück, wer sie gerufen hat – und warum. Bald steht jeder von ihnen vor der Frage, wie viel von sich selbst er für das Überleben aufzugeben bereit ist. Und ein Mann trägt einen Schlüssel bei sich, der alles beenden könnte. „Die Eingeladenen“ ist ein atmosphärischer Science-Fiction-Thriller über Sehnsucht, Verwandlung und den Preis, nie wieder allein zu sein. Eine Geschichte, die man nicht aus der Hand legt und nach der man nachts ein wenig genauer hinhört.
Mercury 17