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Beschreibung
Die Drina bildet heute in weiten Teilen die Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien. Frederik Lange-Lumetsberger zeigt dank vielfältiger Quellen, wie der geographisch markante Fluss seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert symbolisch konstruiert wurde. Auch durch ihre wiederholte Grenzfunktion wurde die Drina von verschiedenen Seiten angeeignet, aufgeladen und mythologisiert. Lange-Lumetsberger fokussiert den Fluss aus verschiedenen Blickwinkeln: So zeichnet er einerseits flussbiographisch die Geschichte der Drina und ihrer politischen Funktionen sowie den Fluss als Gewaltraum nach. Andererseits werden die Zuschreibungen und Aneignungen der Drina als immerwährende zivilisatorische und kulturelle Grenze oder aber als verbindendes Element in unterschiedlichen Spielarten eingehend dargestellt. Der politische Funktionswandel und symbolische Deutungskampf bedingten einander. Pars pro toto zeigt diese Flussgeschichte größere Zusammenhänge der Geschichte Südosteuropas auf.
Wechselnde Aneignungen eines südosteuropäischen Flusses, 1878–1980
Details
| Verlag | De Gruyter Oldenbourg |
| Ersterscheinung | 13. November 2026 |
| Maße | 16 cm x 24 cm |
| Gewicht | 500 Gramm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783111390390 |
| Seiten | 380 |