Die Amerikareise des Karl Roßmann in Franz Kafkas Roman "Amerika" als unmöglich erscheinende Suche nach dem gelobten Land: Ausgehend vom abschließenden Kapitel des Romans "Das Naturtheater von Oklahoma" anhand religiöser Motive und der alttestamentarisch

Die Amerikareise des Karl Roßmann in Franz Kafkas Roman "Amerika" als unmöglich erscheinende Suche nach dem gelobten Land: Ausgehend vom abschließenden Kapitel des Romans "Das Naturtheater von Oklahoma" anhand religiöser Motive und der alttestamentarisch


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von Krizia Schroeder

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universität Mannheim, Veranstaltung: Das Buch reist aus: Fiktion, Kolonialismus und "das Andere", Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Der den Ort der Handlung betonende Titel der Ausgabe von 1927, ,Amerika', stammte von Max Brod, während Kafka in einem Brief an Felice Bauer vom November 1912 den Roman eindeutig ,Der Verschollene' nennt und damit das ungewisse Schicksal des Helden hervorhebt. Dieser Held ist Karl Roßmann, ein sechzehnjähriger Auswanderer, "der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte". Seine Reise, die ihn zunächst per Schiff über den Atlantik führt, ist demnach keine freiwillige. Karl wirkt dennoch schon zu Beginn des Romans wie ein positiv denkender Mensch, der sich seiner Lebenssituation stellt und versucht, diese nach Möglichkeit selbst zu gestalten. ",Ich bin doch fertig', sagte Karl [...] und hob aus übermut, und weil er ein starker Junge war, seinen Koffer auf die Achsel." Kafka führt den Rezipienten jedoch gleich im Anschluss die Möglichkeit des Scheiterns vor Augen: "Aber wie er über seinen Bekannten hinsah, [...], merkte er, bestürzt, daß er seinen eigenen Regenschirm unten im Schiff vergessen hatte." Karls Wunsch nach selbstbestimmter Gestaltung des eigenen Lebens erscheint im Laufe der Handlung als unerfüllbar. Das fremde Land Amerika kann vonseiten der Rezipienten aber als potenzielles "gelobtes Land" gewertet werden, da Kafka dies durch seine Wahl der Motive im Text assoziiert. Die vorliegende Arbeit analysiert diese religiösen Motive sowie einen religiös geprägten Aufbau innerhalb des Romans, wobei die Darstellung des Landes Amerika als "gelobtes Land" mit Ähnlichkeit zum alttestamentarischen Paradies als Ausgangspunkt fungiert. Die Arbeit konzentriert sich dabei vor Allem auf das abschließende Kapitel "Das Naturtheater von Oklahoma". Zu Beginn werden die Begriffe Schuld, Sünde und Erbsünde im Sinne Kafkas präsentiert und somit ein Zusammenhang hergestellt zwischen alttestamentarischer Bedeutung und Kafkas Interpretation und Verwendung der Begriffe. Bei der anschließenden Textanalyse liegt der Schwerpunkt auf dem genannten letzten Kapitel. Die Fülle an religiösen Elementen in Kafkas Roman wirft die Frage auf, ob Amerika als mögliches Paradies im alttestamentarischen Sinne verstanden werden kann und ob der Protagonist Karl eine Chance hat, dieses "gelobte Land" zu erreichen.


Tags: Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwissenschaft


Geheftet - 9783640963720
Auflage: 1. Auflage
Verlag: GRIN Publishing
Ersterscheinung: Juli 2011
ISBN-13: 9783640963720
Größe: 211 mm x 146 mm x 17 mm
Gewicht: 42 Gramm
20 Seiten
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